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Leverkusen
Guildo Horn auf der Bierbörse: "Ick bin ein Opladener"

30. Bierbörse Leverkusen-Opladen
Leverkusen. Eine Leverkusener Formel funktioniert in Opladen immer: "Nolden + Guildo Horn + Bierbörse = fürchterlicher Landregen". Auch gestern. Echte Hardcore-Bierbörsenfans schreckt das nicht: Sie kommen, stampfen durch Wasser und kleine Schlammlachen, treffen Freunde, trinken und gehen selig mit nassen Füßen nach Hause. Von Ulrich Schütz

Es wurde gestern überraschend belebt auf der Schusterinsel und der Kastanienallee. Die Bierbörse Opladen ist eben Kult. Oberbürgermeister Uwe Richrath würde sagen: "Das ist ein Muss-Termin in Leverkusen." Gestern lobte "Uwe" den "Werner" als Leverkusener Marke, der eine "fantastische Veranstaltung" geformt habe.

Guildo Horn gab sich als Kurz-Laudator die Ehre: Seit 22 Jahren gehört der "Meister" zum Montagsabendprogramm im großen Zirkuszelt. "In der Zeit sind Werner und ich Freunde geworden und haben eine Menge Haare verloren", witzelte Horn bei der offiziellen Eröffnung. "Und wenn ich mich einsam, kuschel ich auch mit Werner", rief Horn unter dem Jubel seiner Fans. Er setzte noch einen drauf: "Früher sagte man, Ick bin ein Berliner, heute sage ich: Ick bin ein Opladener."

Für heimelige Stimmung und etwas Leverkusener Wir-Gefühl im Zirkuszelt sorgte Radio Leverkusen-Chefredakteur Daniel Hambüchen mit neun Freunden: Sie sangen die Radio-Lev-Heimathymne. Danach lief die Band "Cat Ballou" auf und überbrückte die Zeit bis zum musiksynchronen Geburtstagsfeuerwerk "Wupper in Flammen".

Gleich zu Beginn des Festes drängelten sich die Besucher an den Eingängen. Es ging zunächst nur langsam vorwärts. Nein, nicht die angekündigten strengen Kontrollen (die gar nicht so ernst waren) sorgten für Rückstau im Regen: Die ersten Besucher waren einfach scharf auf die 5000 Jubiläums-Bierbörsen-Biergläser, die es umsonst gab. 30 Jahre Bierbörse Opladen bedeuten auch 30 Jahre Überraschungen: Veranstalter Werner Nolden konnte es gestern kaum fassen: Wieder hatten Unbekannte ein Halteverbotsschild an der Einmündung Schusterinsel/Bonner Straße (Haupteingang Bierbörse) gestohlen. "Seit ein paar Tagen verschwindet jede Nacht eines dieser Schilder", berichtete Nolden. Auf die Frage "Warum, wofür?" weiß der erfahrene Veranstaltungsprofi keine Antwort.

Rings um die Bierbörse Opladen werden an allen Veranstaltungstagen nachmittags einige Straßenzufahrten gesperrt, um die Anwohner vor zuviel Parksuchverkehr zu schützen. Und die Stadt Leverkusen führte eine Neuerung ein: Gestern wiesen große Schilder etwa am Kreisverkehr Berliner Platz auf das Lkw-Durchfahrtsverbot für die Bonner Straße, die am Bierbörsengelände vorbeiführt, hin. Und: Die Angst vor Anschlägen mit großen Fahrzeugen ist so groß, dass Veranstalter Nolden die Haupteingänge mit im Boden versenkten Eisenbahnschienen schützt.

Öffnungszeiten Heute bis Montag jeweils von 15 Uhr bis Mitternacht.

Quelle: RP
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