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Leverkusen/Köln
Handwerk fordert neue Brücke und lehnt Tunnellösung ab

Leverkusen/Köln. Die Vollsperrung der Leverkusener Rheinbrücke hat den Autofahrern mehr Probleme bereitet, als die Staunachrichten für die Autobahnen erahnen ließen. Viele Fahrer, die etwa einen Umweg über innerstädtische Kölner Straßen wagten, berichten von doppelten Fahrzeiten und mehr. Dass es kein allgemeines Verkehrschaos gegeben hat, hängt womöglich auch mit den "vorausschauenden Planungen" der Unternehmen in Leverkusen und Köln zusammen, schreibt der Leverkusener Bauunternehmer Rüdiger Otto (Vizepräsident der Handwerkskammer Köln und des Zentralverbandes des Deutschen Baugewerbes). Von Ulrich Schütz

Otto hat nach eigenen Angaben alle für Freitag vorgesehenen Fahrten, die über die A1 oder A3 geführt hätten, auf den Donnerstag vorgezogen. Freitag sei keins seiner Firmenfahrzeuge mehr unterwegs gewesen. Andere Betriebe hätten am vergangenen Freitag gleich einen Tag Betriebsferien eingeschoben.

Obwohl diesmal bei der Vollsperrung (Donnerstagnacht bis Montag früh) alles gut gelaufen sei, bedeute dies nicht, dass alles bestens sei. Für Betriebe der Region wäre eine wochen- oder monatelange Sperrung katastrophal, betonte Otto. Die Handwerksbetriebe der Region Köln-Bonn müssten schon jährlich 200 Millionen Euro an Verlusten verkraften, die durch das Stehen der Teams im Stau anfielen.

Scharf kritisierte gestern Dr. Ortwin Weltrich die Anhänger der langen Tunnellösung für die A1 zwischen Köln-Niehl und Alkenrath. Der Neubau der Rheinbrücke müsse Vorrang haben und dürfe nicht verzögert werden, schreibt der Hauptgeschäftsführer der Handwerkskammer. Er lehne das von Leverkusener Politikern geforderte Junktim zwischen dem Neubau der Brücke und der Tunnellösung ab.

Quelle: RP
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