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Leverkusen
Heftige Ampelprobleme: Stauqualen in der Fixheide

Leverkusen. Bei Autofahrern, die durch die Fixheide müssen, liegen langsam die Nerven völlig blank. Seit Wochen gibt es zwischen Fixheide und Alkenrath Staus, die mit hohem Verkehrsaufkommen nicht mehr erklärbar zu sein scheinen - und dies selbst außerhalb der Berufsverkehrszeiten. Mitbetroffen sind die Nutzer der Buslinien. Die tägliche Quälerei wird offenbar vor allem durch die Ampelanlage an der Fixheider Straße/Borsigstraße verursacht. Von Ulrich Schütz

Die Kanalbaustelle in Höhe "Textar", wo es nur eine Fahrspur gibt, verschärft die Lage noch. Staubeispiel gestern gegen 11 Uhr: Die Fahrzeugschlange in Richtung Fixheide beginnt schon in Alkenrath weit vor der A1-Autobahnbrücke. Es geht gefühlt nur Millimeter voran. Die Spitze des Staus steht an der Kreuzung Fixheider Straße/Borsigstraße, danach löst sich alles auf - wenn der Autofahrer denn endlich durchgelassen worden ist.

Gestern erhielten die Fahrer der Fixheider Straße mehrfach Grün, während die Ampeln des Querverkehrs auf der Borsigstraße auf Dauerrot standen. Das dürfte auch die Wupsi-Lenker und die TBL-Mitarbeiter gefreut haben, die Aldi-, Rewe- oder Textarkunden, die Besucher und Mitarbeiter der anderen Firmen, die gemeinsam mit hunderten Autofahrern zwangsweise bis zu 30 Minuten für die etwa 1000 Meter lange Strecke benötigten. Würde der wirtschaftliche Schaden aus den letzten Wochen zusammengerechnet, kämen wohl Millionensummen zusammen.

Die Ampeln an der Kreuzung Borsigstraße/Fixheider Straße wird vom Landesbetrieb Straßen.NRW betrieben. Derzeit ist die Anlage nicht komplett. Es fehlen zwei Induktionsschleifen, über die normalerweise die Ampeltechnik verkehrsabhängig mitgesteuert wird.

Die Schleifen wurden bei der Erneuerung des Asphalts im Mai vergangenen Jahres weggefräst. Für die Erneuerung ist die Stadt Leverkusen zuständig, die deshalb auch schon vom Landesbetrieb angeschrieben worden ist. Die Kabel werden in eigenen Rillen im Asphalt verlegt und mit Bitumen versiegelt. Diese Arbeiten lassen sich nur bei gutem Wetter durchführen.

Ob die fehlenden Induktionsschleifen für die derzeitigen Ampelprobleme ausschlaggebend sind, konnte Straßen.NRW gestern nicht beantworten. Die Techniker müssten sich jetzt die Ampelsteuerung nochmals ansehen, sagte ein Sprecher des Landesbetriebs Straßen.NRW.

Schon im Dezember gab es allerdings Ampelprobleme an dieser Kreuzung: ausgelöst durch die Ampelsteuerung für die gesonderte Busspur auf der Fixheider Straße. Normalzustand ist: Rollt ein Bus aus Richtung Opladen über die Busspur mit Ziel Quettingen, sorgt der Ampelcomputer dafür, dass der Bus schnellstmöglich Grün bekommt. Dies stört den übrigen Verkehr in der Regel nur wenig, weil die Zeitabstände sehr lang sind.

Im Dezember war es nun so, dass die Busspurtechnik ständig einen Linienbus meldete, obwohl gar kein Bus da war. Die Folge: Auf den anderen Straßen mussten die Auto- und Busfahrer deutlich länger warten als geplant ist. Staus waren programmiert. Darüber hatte sich auch die Wupsi bei der Stadt Leverkusen beklagt. Erste Maßnahme: Die Vorrangampelschaltung für die Linienbusse wurde am 19. Dezember abgeschaltet.

Quelle: RP
 
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