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Leverkusen
Helle Freude beim Gospelsingen vor der Kirche

Leverkusen. Unter freiem Himmel erlebten die Besucher der Friedenskirche einen besonderen Gottesdienst und ein Konzert. Von Gabi Knops-Feiler

Nach dem Open-Air-Gottesdienst mit anschließendem Offenem Singen in der Schlebuscher Friedenskirche hatte Pfarrer Gunnar Plewe nur zwei Fragen an die amerikanische Sängerin und Wahl-Kölnerin Adrienne Morgan Hammond: "Wie schön war das denn?" Und: "Wann machen wir das wieder?"

Barfuß stand die versierte Gospelsängerin da auf dem Rasen vor dem Altar auf der grünen Wiese und wusste keine Antwort. Noch nicht. Aber dass der Förderverein der Friedenskirche sie erneut zu einem solchen Event einladen würde, das stand außer Frage. Der Vormittag unter dem Motto "Leidenschaft, Liturgie und Lebensfreude" begann sonnig. Etliche ältere Gottesdienst-Besucher auf den Treppen des Atriums und Mütter, die mit ihren Kindern auf der Wiese saßen, hatten vorgesorgt, trugen Sonnenhüte oder -schirme. Nach dem Gottesdienst zog Plewe den Talar aus. Und ohne Pause führte Adrienne Morgan Hammond, begleitet durch Ehemann Marco Morgan Hammond am Piano, über ins offene Singen. "Halleluja" wurde als erstes Lied geprobt. Es klappte.

"Wer nicht singen will, kann klatschen. Tanzen ist auch erlaubt, denn der Gottesdienst ist vorbei", forderte die Profi-Sängerin und überzeugte Christin die Besucher auf. "Hauptsache, alle haben Spaß. Und ja, es darf auch gelacht werden." Schon im Vorfeld hatte die charismatische Frau, die nicht nur singt, sondern auch unterrichtet, verschiedene Lieder ausgewählt. Das Repertoire reichte von Spiritual ("Kumbaya my Lord") über Oldies ("Somewhere over the rainbow") und aktuelle Titeln ("Auf uns" von Andreas Bourani) bis hin zu Kirchenliedern ("Komm, sag es allen weiter") in Deutsch und Englisch. Dabei nutzte Morgan Hammond stets die Grundelemente des Gospels - Gospel steht für Hoffnung, Lebensfreude und ein friedliches Miteinander.

Fröhlich leitete sie rund 80 Mitwirkende an und forderte dazu auf, gegeneinander zu singen. Es gelang gut und schnell. Selbst am Schlusslied "Lass uns gehen" (Revolverheld) beteiligten sich immer noch viele Ältere.

Quasi als Zugabe - und mit kräftiger Unterstützung zahlreicher "Blue Mountain Singers" - sang die Kölner Gospelqueen "Oh happy day". Mit einem der beliebtesten Kirchenlieder samt Gänsehaut zum Titel "Amazing grace" war ein guter Start in den Urlaub gewiss.

Quelle: RP
 
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