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Leverkusen
Maske macht McDonald's in Leverkusen

Henry Maske betreibt McDonalds-Filialen in Leverkusen
Kandasamy Mathanamoha, Lydia Ganschzyk, Chef Henry Maske und Ania Chicava von der Filiale an der Kölner Straße feiern den runden Geburtstag. FOTO: Miserius
Leverkusen. Der ehemalige Box-Profi betreibt unter anderem die drei Filialen der Fastfood-Restaurant-Kette in Leverkusen - die Filiale in Opladen gibt's aber schon länger. Sie besteht am Donnerstag seit 30 Jahren. Ein Rückblick mit Henry Maske. Von Ludmilla Hauser

Henry Maske trainierte im Herbst 1985 vermutlich auf den ein oder anderen Boxkampf hin. Der 21-Jährige aus Brandenburg hatte sich im Sommer bei der Box-Europameisterschaft in Budapest gerade zum ersten Mal den Titel im Mittelgewicht gesichert, holte sich in dem Jahr auch den Weltcup. Und während Maske in der damals noch McDonald's-Schnellresturant-freien DDR seinem späteren Weltruhm entgegentrainierte, bekam Opladen am 26. November 1985 seine eigene McDonald's-Filiale, die erste in NRW mit Drive-In-Angebot.

Bitte zubeißen: Als Henry Maske am 1. April 2000 den McDonald's-Stadion-Store im Bayer-04-Schmuckkästchen eröffnete, war es der erste Stadion-Store Deutschlands. Bayer 04 spricht im Internet gar vom ersten Stadion-McDonald's Europas. Wie dem auch sei: Zur Eröffnung war Sportprominenz da (v.l.vorne): Christoph Daum, UIf Kirsten, Michael Ballack, Maske, Reiner Calmund und Rudi Völler. FOTO: Matzerath

Übermorgen feiert die Filiale am ganz oberen Ende der Kölner Straße 30. Geburtstag. Henry Maske feiert (fast Halbzeit) als Franchisenehmer in Opladen.

Ein Jahr zuvor hatte Maske "Meisterprüfung" am Bayer-04-Stadion. Der frühere Boxer durchlief bei McDonald's eine Ausbildung, "und zwar in allen Bereichen. Es war damals erstmal schwer, denen klar zu machen, dass ich nicht als Investor auftreten will, sondern arbeiten." Maske lernte im Norden Englands, nahe der schottischen Grenze von der Pike auf, brutzelte Burger, reinigte im Schlussdienst Fettfilter. "Wenn man da in der Küche steht, dann piept's ständig von den Geräten. Da wird man anfangs nervös."

Maske muss sich recht geschickt angestellt haben, er wurde am 1. April 2000 Franchisenehmer des ersten Stadion-McDonald's in Deutschland - in der BayArena, die damals noch als etwas kleineres Schmuckkästchen daherkam. "Da hat McDonald's vermutlich gedacht: Der Maske, der muss jetzt mal ordentlich ran. Denn zu Stoßzeiten während der Spiele war da immer richtig was los."

Auf den Tag genau ein Jahr später übernahm Maske die Opladener Filiale, einen Monat später auch die Wiesdorfer (damals noch im Kaufhof). Heute ist Maske 51 Jahre alt und ein Unternehmer aus dem Mittelstand - mit zehn Filialen der US-Fastfood-Restaurantkette, 300 Mitarbeitern, rund 45 davon arbeiten in Opladen. Dies sei von den zehn Filialen umsatzmäßig die stärkste, sagt Geschäftsmann Maske. Umbauten, neue Designs, neue Kundensysteme beim Bestellen und Bezahlen, neue Angebote ("Der Big Mac ist der Big Mac und wird es immer bleiben, aber wer hätte vor der BSE-Krise gedacht, dass McDonald's auch Shrimps im Angebot hat?! Oder Bio-Burger?!"): Maske hat viel erlebt in den Jahren als McDonald's-Franchisenehmer. Nicht nur Positives. Immer mal wieder kehrt das Müllproblem. Etwa auf den Rathaus-Vorplatz in Wiesdorf nach der ECE-Eröffnung, Einbrüche in die Filialen, Termine vor dem Arbeitsgericht in Opladen mit Mitarbeitern zum Thema Arbeitsbedingungen sind Maske nicht fremd.

Dennoch, das kennt er vom Boxen, bleibt er im Ring - "ich mach das noch ein paar Jahre", sagt der 51-Jährige. Samstag will er erstmal Filialgeburtstag in Opladen feiern. Ausnahmsweise mit Torte. Sonst isst er immer Aktionsangebote.

Quelle: RP
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