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Leverkusen
Hetdörper Mädche un Junge im Museum

Leverkusen. Die Karnevalsgesellschaft feiert 2x11 Jahre Bestehen und zeigt im Heimatmuseum Vereinsgeschichte. Von Gabi Knops-Feiler

Innerhalb von 22 Jahren sind zahlreiche Fotos, Bilder und Orden zusammengekommen. Anlässlich des närrischen 2 x 11-jährigen Jubiläums präsentiert die Karnevalsgesellschaft Hetdörper Mädche un Junge (HMJ) viele dieser Details im Heimatmuseum Am Werth. Zur Ausstellungseröffnung am Samstag begrüßte Klaus Werner, Vorsitzender des Heimatvereins, rund 50 Gäste und überließ dem 2. Vorsitzenden und Ex-Prinzen von 2007/2008 Josef Landwehr das Wort. "Wer hätte das gedacht? Unser Verein wurde von einigen Leuten gegründet und hat jetzt 350 Mitglieder. Alle halten zusammen, feiern und haben Spaß", lobte Landwehr unter anderem.

Aber es gibt auch Erinnerungen, die nicht optisch darzustellen sind. Unvergessen bleibt das erste Jahr, als Prinz Walter Gerhards, Bauer Jope Sanner und Jungfrau Reiner Dormann das Premieren-Dreigestirn bildeten, der Zugweg anders verlief, weil die Busumgehung noch nicht existierte, und nicht ganz so viele Jecken wie heute den Schull- und Veedelszoch sehen wollten. Als legendär gilt der Spruch von Bauer Jope: "Luur ens, mir han ne richtije Zoch mit viele Lück op d'r Stroß."

Im Vorfeld, bei der Proklamation im Bergischen Hof, gab es eine andere Aufregung, als die geliehene Gabel des Bauern plötzlich verschwunden war, später aber wieder auftauchte. Weniger Glück hatten nachfolgende Tollitäten. Damals wusste noch niemand von dem Brauch, dass Dinge, die aus den Augen gelassen werden, nur gegen Bier auszulösen sind. Einmal verschwand die Pritsche eines Prinzen im Bus einer niederländischen Musikgruppe. Und ein anderes Mal nahm die Kölner Tanzgruppe Hellige Knäächte un Mägde eine Standarte an sich. "Danach haben wir aufgepasst wie ein Luchs", schilderte Carmen Kürten, die 2006/2007 als Prinz kurzfristig in die Bresche springen musste, nachdem es sich ein designiertes Dreigestirn anders überlegt hatte.

Auf seine Ausrüstung hat Ex-Prinz Peter Kiwitt aber trotz aller Vorsichtsmaßnahmen nicht geachtet. Bei der Wagentaufe stellte er sich so nahe an einen Heizofen, dass der Umhang danach Schmauchspuren hatte und die Federn der Prinzenkappe gar verbrannten. Und nicht zu vergessen ist auch der Gastauftritt des RP-Dreigestirns mit Prinz Uwe Miserius, Bauer Ludmilla Hauser und Jungfrau Tobias Krell im Jahr 2008 in der Hitdorfer Stadthalle. Vor der eigentlichen Proklamation trieben sie ihren Spaß mit dem Original-Dreigestirn, das Quiz-Fragen à la "Wer wird Millionär" beantworten mussten. Als Preis gab's wirklich eine Million Euro - als zerschredderte Scheine, die als Konfetti unters Volk gebracht wurden.

Quelle: RP
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