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Bergisch Neukirchen
Hilfe für Frauen und Kinder in Afrika

Bergisch Neukirchen. Afrikafest des Karibuni-Freundeskreises Deutschland-Tansania, Ausstellungseröffnung der Jugendkunstgruppe und Segnung des neuen Mannschaftswagens des Roten Kreuzes: Gleich drei Veranstaltungen lockten am Sonntag zahlreiche Besucher ins alte Bürgermeisteramt in Bergisch Neukirchen. Von Ina Bodenröder

Das Afrikafest stand ganz im Zeichen der Unterstützung für Frauen und Kinder in Tansania. Jedes Jahr fließen rund 6000 bis 10.000 Euro aus Mitgliedsbeiträgen und Patenschaften in Projekte in dem ostafrikanischen Land.

Gegründet wurde der Karibuni- Freundeskreis 2003 von der Leverkusenerin Sigrid Oehmig, nachdem sie einige Jahre dort gelebt hatte. "Das Volk hat mich sehr berührt, ich wollte gerne etwas zurückgeben", erzählte sie. Aktuell hat der Verein rund 35 Mitglieder.

Bislang haben die Vereinsmitglieder für etliche Kinder das Schulgeld und die Ausbildung oder Medikamente für Kranke bezahlt. Das Geld fließt 1:1 in die Projekte, da die Mitglieder ehrenamtlich arbeiten. Sigrid Oehmig bringt das Geld persönlich nach Tansania, arbeitet mit zwei Vertrauensleuten in den Städten Daressalaam und Mwanza zusammen.

Beim "Afrikatag" konnten die Besucher nicht nur afrikanische Kunst- und Gebrauchsgegenstände kaufen, sondern auch afrikanisches Essen probieren: Pilau mit Reis, Gewürzen, Rindfleisch und Kartoffeln standen auf der Speisekarte, aber auch rote Bohnen, Kochbananen und die Fleischtaschen "Sambusa". Während tansanische Künstler im alten Bürgermeisteramt auftraten und Besucher die Bilder der Jugendkunstgruppe in Bergisch Neukirchen betrachteten, hatte das Deutsche Rote Kreuz (DRK) vor der Tür einen ganz anderen Anlass zum Feiern: Diakon Karl Heinz Schellenberg und Pfarrer Gernold Sommer stellten mit DRK-Mitgliedern den neuen Mannschaftswagen "Leo" offiziell in Dienst. Schellenberg weihte das Fahrzeug, mit dem die Helfer zu ihren Sanitätsdiensten bei Dorffesten, im Stadion oder beispielsweise auf der Bierbörse gefahren werden. Außerdem holt das Rote Kreuz mit dem Auto dienstags ältere Menschen zuhause zum Seniorennachmittag im Begegnungszentrum an der Burscheider Straße 178 ab.

"Wir haben lange dafür gespart", sagte Sonja Kohne, Ortsverbandsvorsitzende des Roten Kreuzes in Bergisch Neukirchen. Immerhin hat das Fahrzeug 34.000 Euro gekostet und wurde ganz aus Eigenmitteln bezahlt.

Quelle: RP
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