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Leverkusen
Histörchen von Heino und "de Aap"

Leverkusen. Toni Blankerts erinnert in einem neuen Buch an Opladener Kneipen. Von Gabi Knops-Feiler

Wer erinnert sich noch, dass mit dem Begriff "Altstadtstraßen-Hotel", in dem es ausschließlich Einzelzimmer gab, in Wahrheit das einstige Opladener Gefängnis gemeint war? Ebenso dürfte in Vergessenheit geraten sein, dass die musikalische Karriere von Heino und dem ehemaligen Opladener Bürger Erik Silvester in der ehemaligen Gaststätte "Trocadero" - dem heutigen Restaurant "Akropolis" - in der Altstadtstraße 40 begann. Diese und viele andere Geschichten beschreibt Toni Blankerts in seinem Buch "Zu Gast in Opladen - Gestern und Heute". Auf der Suche nach weiteren Histörchen über ehemalige Opladener Kneipen benötigt der 81-jährige Hobbyautor die Hilfe der Bevölkerung.

Eigentlich, sagte der Vorsitzende des Verkehrs- und Verschönerungsvereins Opladen, sollte das Werk schon vor Weihnachten fertig sein. Inzwischen kamen immer mehr Hinweise dazu, so dass sich die Fertigstellung verzögert hat. Erst kürzlich erhielt er ein altes Werbeplakat samt Logo von sieben Lützenkirchener Gaststätten. Blankerts: "Der Schwerpunkt des Buches liegt auf Opladen. Aber Lützenkirchen kann ich nicht ausklammern, denn dort gab es riesige Säle, die jeweils bis zu 600 Menschen aufnehmen konnten." Ein Beispiel: Einmal war die Kölner Boxlegende Peter Müller, genannt "de Aap", im Saal Ohlig zu Gast. Vor der vergnügten Gesellschaft erzählte er die Geschichte, als es ihm beim Kampf um die Mittelgewichtsmeisterschaft im Juni 1952 gelang, den Berliner Ringrichter Max Pippow mit einem rechten Haken auszuknocken.

Für seinen rhetorischen Kneipenbummel hat Blankerts in vielen alten Protokollbüchern, Zeitungsinseraten, Gaststättenverzeichnissen und Prospekten gestöbert. Dabei ist er auf Gasthöfe und Gastwirtschaften gestoßen, die speziell älteren Bürgern in Erinnerung sein dürften. Aber einige existieren noch immer. Wie zum Beispiel die Opladener Stadthalle, deren Geschichte ab 1913 bis heute beschrieben wird. "Da ging es immer rein und raus", so Blankerts.

Erwähnt wird eine ehemalige Gaststätte auf der Düsseldorfer Straße, in der seit mehr als 120 Jahren und bis heute Schreib- und Spielwaren angeboten werden. Das "Café Nöres" auf der Düsseldorfer Straße findet im Buch ebenso Berücksichtigung wie die Traditionsgaststätten "Stippenhüschen" auf der Altstadt- und "Kölner Hof" auf der Kölner Straße. "Thematisiert werden nicht nur Opladener Kneipen", verdeutlichte Blankerts, "sondern ein weiteres Stück Opladener Stadtgeschichte wird aufgeblättert". Hinweise nimmt Toni Blankerts unter Telefon 02171-51750 entgegen.

Quelle: RP
 
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