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Leverkusen
Hundekot: Brief gegen die Gleichgültigkeit

Leverkusen. Der Witzheldener Gert Schulze hat für seinen Enkel eindrucksvoll zur Feder gegriffen. Von Peter Korn

Gert Schulze lebt seit vielen Jahren in Witzhelden: "Ich gehöre hier praktisch zum Inventar", sagt der Rentner mit einem Lachen. Seinen Enkelsohn David liebt Schulze über alles. Doch seit der Junge ihn des Öfteren aus Frankfurt mal besuchen kommt, erhält der Großvater einen anderen Blick auf seinen Ort. Und der ist nicht immer nur positiv.

Bei Davids letztem Besuch fiel der Familie überaus unangenehm auf, wie viele Hundehaufen den Spielplatz in der Nachbarschaft verschandelten - und zwar mitten im Sandkasten.

Gert Schulze hat seinen Enkel beobachtet - und spätestens, als dieser anfing zu weinen, weil er nicht mehr mit seinen Förmchen im Sand spielen durfte, einen Entschluss gefasst: "Ich wollte das, was ich bei David beobachtet hatte, auch aus dessen Sicht an die verantwortlichen Stellen weiterleiten", berichtet der Witzheldener.

Er entschied sich dafür, einen Brief zu verfassen, den auch der vierjährige David Schulze hätte geschrieben haben können.

Der ist an Bürgermeister Frank Steffes (SPD) adressiert und schildert über diverse Tage hinweg mehrere Spielplatzbesuche mit immer neuen Häufchen-Funden.

"Ich weiß, dass Appelle an die Hundebesitzer, egal von wem sie kommen, sowieso nichts bringen", sagt der Rentner mit einer aus langjähriger Erfahrung gespeisten Resignation. Aber vielleicht könne der fiktive Brief seines Enkels wenigstens dazu beitragen, dass Kontrollverhalten seitens des Leichlinger Ordnungsamtes ein wenig mehr in Richtung der verdreckten Spielplätze zu verlagern.

Unsere Zeitung druckt den Brief in leicht gekürzter Form ab.

Quelle: RP
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