| 13.54 Uhr

Hundesteuer
So viel zahlen Hundehalter in der Region

Hundesteuer: So viel zahlen Hundehalter in der Region
FOTO: Lothar Berns
Leverkusen. Wie viele Steuern Hundebesitzer für ihre Vierbeiner zahlen müssen, entscheiden die Städte selbst. Wo müssen Halter besonders tief in die Tasche greifen? Wir haben einen Blick die Satzungen geworfen.  Von Sebastian Fuhrmann

Wer in Leverkusen einen Hund, der nach dem Landeshundegsetz als gefährlich gilt, hält, zahlt dafür 132 Euro Steuern im Jahr - in Langenfeld kostet es knapp das Siebenfache, einen gefährlichen Hund zu halten. Ein Blick auf die Hundsteuer in den Städten der Region zeigt: Die Sätze in den Kommunen weichen stark voneinander ab. 

In den meisten Städten steigt die Steuer mit der Anzahl der gehaltenen Tiere nach dem Schema: Wer zwei oder mehr Hunde hält, zahlt pro Tier mehr als für einen einzelnen Hund. Für Hunde aus dem Tierheim gibt es zum Beispiel in Remscheid Sonderkonditionen.

So viel zahlen Hundehalter in der Region: 

Leverkusen

Wer in Leverkusen einen Hund hält, zahlt 132 Euro im Jahr. Wer zwei Hunde hält, zahlt pro Tier das Doppelte, also 264 Euro im Jahr. Sogenannte gefährliche Hunde kosten so viel wie jeder andere Hund. 

Steuerminderungen können - so wie üblich - Hartz-IV-Empfänger oder Menschen, die von der Grundsicherung leben, beantragen. Menschen mit Behinderung können, etwa für einen Blindenhund, vollständig von der Steuer befreit werden.

Sonderkonditionen gibt es für Halter, die Hunde aus dem Tierheim holen: Wer einen Hund aus dem Heim innerhalb der ersten zwei Wochen anmeldet und einen Antrag stellt, zahlt ein Jahr keine Steuern. Wer Antrag und Anmeldung innerhalb der ersten sechs Monate erledigt, zahlt sechs Monate keine Steuern.

Solingen

In der Klingenstadt zahlen Hundebesitzer für einen Hund 151,20 Euro im Jahr, bei zwei Hunden 174 Euro pro Tier, bei drei Hunden 192 Euro. Wer einen gefährlichen Hund hält, zahlt 720 Euro Steuern. 

Remscheid

In der kleinsten Bergischen Großstadt zahlen Hundehalter weniger für ihre Vierbeiner als in der Nachbarstadt: 132 Euro jährlich kostet ein Hund, ab zwei Hunden sind es 165 Euro pro Tier, bei drei oder mehr Hunden fallen 198 Euro pro Hund an. Gefährliche Hunde kosten 660 Euro im Jahr. 

Als solche gelten in Remscheid folgende Rassen: Pittbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, Alano, American Bulldog, Bullmastif, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dog Argentino, Rottweiler und Tosa Inu sowie Mischlinge dieser Rassen. 

Steuerfrei für die ersten zwölf Monate sind Hunde, die nachweislich aus dem Tierheim Remscheid aufgenommen werden.

Köln

In Köln gibt es keine Tarif-Staffelung, die sich nach der Anzahl der Tiere richtet: Für jedes Tier zahlen Hundehalter 156 Euro im Jahr.

Ermäßigungen oder gar eine Befreiung von der Steuer sind möglich. Menschen, die Sozialhilfe oder Grundsicherung im Alter erhalten, können Steuerminderungen beantragen. Achtung: Hartz-IV-Empfängern steht eine Ermäßigung der Steuer nicht zu.

Hückeswagen

Die Stadt hat zum Jahr 2016 die Hundesteuer erhöht - dennoch ist es in der Schlossstadt vergleichsweise günstig, einen Hund zu halten. Ein Vierbeiner kostet 90 Euro im Jahr, Halter von zwei Hunden zahlen 120 Euro pro Tier, bei drei Hunden sind es 135 Euro. Ein gefährlicher Hund kostet pro Jahr 750 Euro. 

Wermelskirchen

Noch günstiger ist es in Wermelskirchen: Ein Hund kostet 83 Euro im Jahr, bei zwei Hunden fallen pro Tier 101 Euro im Jahr an, ab drei Hunden sind es 119 Euro im Jahr. Gefährliche Hunde kosten 657 Euro. 

Ermäßigungen können beantragt werden für Hunde, die zur Bewachung von Gebäuden erforderlich sind, die mehr als 200 Meter von der Nachbarschaft entfernt liegen und für Hunde auf landwirtschaftlichen Anwesen, die mehr als 400 Meter vom nächsten Ort entfernt liegen.

Auch Hundehalter, die mindestens zwei rassereine Hunde der gleichen Rasse zu Zuchtzwecken halten, können eine Steuerminderung beantragen. 

Leichlingen

Hundehalter in Leichlingen zahlen für einen Hund 84 Euro im Jahr, ab zwei Tieren 120 Euro pro Hund und ab drei Hunden 156 Euro im Jahr. 

Für gefährliche Hunde gibt es zwei Tarife: Wer einen solchen Hund hält, zahlt dafür 288 Euro, wer zwei oder mehr gefährliche Hunde hält, zahlt 720 Euro pro Hund. 

In der Satzung der Stadt ist festgelegt, welche Rassen als gefährlich gelten: Pitbull Terrier, American Staffordshire Terrier, Staffordshire Bullterrier, Bullterrier, Alano, American Bulldog, Bullmastiff, Mastiff, Mastino Espanol, Mastino Napoletano, Fila Brasileiro, Dogo Argentino, Rottweiler, Tosa Inu.

Langenfeld

Ein Hund kostet 90 Euro im Jahr, bei zwei Hunden zahlen Halter 108 Euro pro Hund, bei drei Hunden 126 Euro pro Tier.

Im Städtevergleich besonders tief müssen Hundebesitzer für gefährliche Hunde in die Tasche greifen: Wer einen gefährlichen Hund hält, zahlt dafür 900 Euro im Jahr. 

Als gefährliche Hunde gelten nach Satzung der Stadt insbesondere die Rassen: American Staffordshire Terrier, Pitbull Terrier, Staffordshire Bullterrier und Bullterrier sowie deren Kreuzungen untereinander.

Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Hundesteuer: So viel zahlen Hundehalter in der Region


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.