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Leverkusen
Hygienesiegel für beide Leichlinger Altenheime

Leverkusen. Das begehrte Hygienesiegel hat Landrat Dr. Hermann-Josef Tebrike kürzlich an 18 Senioren-Einrichtungen vergeben. Darunter sind auch das Pilgerheim Weltersbach und das Evangelische Altenzentrum Hasensprungmühle in Leichlingen.

Dieses Qualitätssiegel für Alten- und Pflegeeinrichtungen wird von dem Netzwerk "mre-netz regio rhein-ahr" für besondere Bemühungen im Umgang mit Antibiotika-resistenten Erregern vergeben. "Hygiene zu leben, bedeutet Verantwortung, aber auch eine große Verpflichtung", sagte der Landrat bei einer kleinen Feierstunde.

Das Siegel ist bis zum Ende des Jahres 2018 gültig, danach findet erneut eine Überprüfung statt. Im Jahr 2013 waren bereits die Krankenhäuser im Rheinisch-Bergischen Kreis mit dem Siegel ausgezeichnet worden.

Im Rheinisch-Bergischen Kreis hatten sich 18 von 28 Senioreneinrichtungen zu einer freiwilligen Umsetzung an den Qualitätskriterien verpflichtet. Diese Alten- und Pflegeheime wurden daraufhin nach einem festgelegten Kriterienkatalog geprüft. Insgesamt gibt es dabei 100 Punkte. Um das Siegel zu bekommen, müssen mindestens 60 Punkte erreicht werden. Das haben alle teilnehmenden Einrichtungen im Kreis souverän gemeistert, der Durchschnitt lag sogar bei 90,3 Punkten.

"Es ist toll, wie sehr sich die Einrichtungen in diesem Thema engagieren, bereit sind, Standards weiterzuentwickeln und dabei stets das Wohl ihrer Bewohner im Blick haben", gratulierte Dr. Cornelia Scherzberg, Leiterin des Gesundheitsamtes des Rheinisch-Bergischen Kreises. Durch die Aufklärung und Fortbildung des Personals im Umgang mit den multiresistenten Erregern werde zum Beispiel erreicht, dass die Bewohner nicht unnötig isoliert werden, sondern durch einfache Mittel ganz normal am Alltagsleben teilhaben können.

Im Anschluss an die Verleihung des Siegels präsentierte Claudia Rösing, Koordinatorin des MRE-Netzwerkes Regio Rhein Ahr, die Kreisergebnisse der einzelnen Qualitätskriterien, wie beispielsweise die Teilnahme an Schulungen, die Einrichtung eines Hygienebeauftragten oder aber eine richtige Händehygiene. "Jede Einrichtung ist anders und setzt unterschiedliche Schwerpunkte, daher kann man nur schwer vergleichen. Festhalten lässt sich aber, dass die Ergebnisse hier wirklich sehr gut sind," betonte sie. Das "mre-netz regio rhein-ahr" wurde 2010 mit dem Ziel gegründet, durch eine gelebte Hygiene die Ausbreitung und Entwicklung von Antibiotika-resistenten Erregern zu vermeiden. Partner des Netzwerkes sind unter anderem der Rheinisch-Bergische-Kreis und die Städte Bonn, Leverkusen und Köln.

(gt)
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