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Leverkusen
Hyypiä startet "Power(n) für Pänz"

Leverkusen: Hyypiä startet "Power(n) für Pänz"
Schwimmen für den guten Zweck: 24 Stunden lang ziehen kleine und große Schwimmer nun ihre Bahnen. Für jede Bahn gibt es Bares, um Kindern beim Schwimmenlernen zu unterstützen. Sami Hyypiä gab am Freitag den Starschuss. FOTO: uwe miserius
Leverkusen. Die Benefizaktion findet zum achten Mal statt. Für jede geschwommene Bahn im Calevornia gibt es 50 Cent für Schwimmunterricht in Schulen. Das 24-Stunden-Schwimmen wird immer beliebter: 20 Prozent nehmen 2012 mehr teil. Von Marion Meyer

Ungeduldig drängeln sich die Schüler am Beckenrand. Sie wollen, dass es endlich losgeht mit dem 24-Stunden-Schwimmen. Sami Hyypiä, Teamchef von Bayer 04, gibt den Startschuss, und schon springen pro Bahn die ersten 15 Kinder ins Wasser. Vier Bahnen sind in den nächsten 24 Stunden den Schülern vorgesehen, eine Bahn den Erwachsenen. Denn Profis wie Schwimmeuropameister Horst Dieter Bias, Handballer des TSV Bayer Leverkusen, Ironman-Teilnehmer Sven Riedesel und Britta Siegers, Schwimmweltmeisterin bei den Paralympics, ziehen eifrig ihre Bahnen. Triathlet Lars Fiß hat sich etwas Besonderes vorgenommen: Er will die 24 Stunden durchschwimmen – mit einigen kleinen Pausen, um eine Stärkung zu sich zu nehmen.

Bis heute um 12 Uhr zählt jeder Zug: Für jede geschwommene Bahn zahlen die Sponsoren 50 Cent. "Power(n) für Pänz" nennt sich die Aktion, die schon zum achten Mal stattfindet. Das Geld kommt den Kindern Leverkusens zugute: Sie bekommen Schwimmunterricht. Die Veranstaltung selbst wird immer beliebter: 20 Prozent mehr Anmeldungen gab es dieses Jahr, sagt Tiina Ripatti vom Sportpark Leverkusen. "Die Kinder finden es cool, die ganze Nacht im Schwimmbad zu verbringen", sagt die gebürtige Finnin. Sie konnte ihren Landsmann Hyypiä überzeugen, als Schirmherr den Startschuss zu geben und freut sich selbst, wenn sie einmal wieder "ein bisschen Finnisch sprechen kann".

Vergangenes Jahr wurden 30 100 Bahnen geschwommen. "Das können wir in diesem Jahr knacken", ist Ripatti überzeugt. Die Kinder sind hochmotiviert. Das hat auch Kirsten Tang beobachtet. Die Schulleiterin der Löwenzahnschule ist mit ihren 14 Schülern eine der ersten Schulen, die am Freitag um 12 Uhr an den Start gingen. Ihre Schule profitiert schon im dritten Jahr von den Fördergeldern: "Die Kinder sind stolz, dass auch andere davon profitieren", sagt Tang. Viele Kinder könnten nicht schwimmen. Dafür gibt es in den Ferien nun zusätzliche Schwimmkurse. Außerdem bekommt eine Klasse qualifizierten Unterricht durch eine Trainerin. Mit der Löwenzahnschule eröffneten am Freitag die Schüler der Hans-Christian-Andersen-Schule und der Grundschule Dönhoffstraße den Schwimmreigen.

"Schwimmen ist ein Muss", sagt Meinolf Sprink von Bayer 04. Der Sport verbinde Spiel und Spaß, deshalb unterstütze Bayer 04 die Aktion auch. "Wir sehen uns als Teil von Leverkusen." Hyypiä, Chef des Fußball-Teams, ist Schirmherr der Benefizaktion, weil "Schwimmen eine gute Art ist, sich fit zu halten", sagt der Finne und Vater von zwei Söhnen. In seiner Heimat, geprägt von vielen Seen, könne jeder schwimmen, das sei hier leider anders. Er ging gestern allerdings nicht selbst baden – genauso wenig wie Bayer- 04-Maskottchen "Brian the Lion".

(RP/ac)
 
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