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Leverkusen
"Ich kannte das hohe Risiko"

Leverkusen. Iris S. aus Steinbüchel gehört zu den Gründungsmitgliedern der Adipositas-Selbsthilfegruppe am Leverkusener Klinikum und hat, zusammen mit zwei anderen Frauen, die Leitung übernommen. Nachdem sie sich im November 2008 operieren ließ, hat sich ihr Leben völlig verändert.

Im Vorfeld war sie durch Ärzte und Referenten auf die Gefahren hingewiesen worden. "Man hat mir tausend Mal gesagt, wie hochriskant diese Operation ist." Deshalb habe sie "genau gewusst, auf was ich mich einlasse". Sie habe ihren Pfarrer benachrichtigt, eine Patientenverfügung verfasst und ihr Testament hinterlegt. Inzwischen wiegt sie 125 Kilo und sagt: "Ich habe ein neues Leben." Ihr Bett muss nicht länger mit Ziegelsteinen verstärkt werden, um nicht unter ihrem Gewicht einzukrachen. Sie ist nicht mehr auf die Hilfe der Kinder oder des Ehemannes angewiesen, wenn sie vom Sofa aufstehen möchte. Sie kann sogar drei Stunden am Stück in der Küche stehen, was vorher "undenkbar" gewesen wäre. "Da konnte ich nach zehn Minuten nicht mehr, weil ich so starke Schmerzen hatte." Nach jahrelangen Qualen kann Iris S. wieder aktiv am Leben teilnehmen. "Jetzt bin ich nicht mehr Außenseiter", jubelt die Frau, die sich schon voller Vorfreude Karten für eine Veranstaltung am Samstag in der Evangelischen Kirchengemeinde Schlebusch mit Jürgen Becker besorgt hat: "Endlich passe ich wieder in den Sitz."

Quelle: RP
 
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