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Leverkusen
Ideen gesucht für die Fußgängerzone

Leverkusen. Bürger sollen Anregungen für die Neugestaltung der Opladener Innenstadt geben. Von Susanne Genath

Mehr Außengastronomie, eine auffällige Skulptur oder einheitliche Blumenkübel vor jedem Geschäft? Auf jede Menge Anregungen von Bürgern hofft die Stadt, um die Opladener Fußgängerzone attraktiver zu gestalten, genauer gesagt: die Bahnhofstraße und die Kölner Straße bis zum Opladener Platz. Denn es gilt, eine Million Euro Fördermittel so zu investieren, dass sich die Opladener im Herzen ihres Stadtteils wieder lieber aufhalten als noch im Moment. Und in einem Werkstattverfahren sollen von der Stadt beauftragte Architekturbüros Vorschläge zur Aufwertung der Fußgängerzone entwerfen. Die Auftaktveranstaltung ist am Freitag, 18. März, 17.30 Uhr im Ratssaal des Verwaltungsgebäudes Goetheplatz. "Lebenswerte Quartiere sind wichtig", sagt Oberbürgermeister Uwe Richrath. "Sie stärken die Wirtschaft und schaffen so Arbeitsplätze vor Ort."

In den vergangenen Jahren wurde bereits mit Bürgerbeteiligung ein Stadtteilentwicklungskonzept für Opladen erarbeitet. Jetzt stehen insgesamt 14 Millionen Euro Fördermittel des Landes zur Verfügung, um immerhin 14 der geplanten 23 Projekte zu realisieren. "Ich bin sehr froh, dass wir mit der Planungswerkstatt nächste Woche den Auftakt vollziehen können", betont Richrath.

Mit der Entwicklung der Neuen Bahnstadt Opladen werde die Bahnhofstraße künftig eine zentrale Bedeutung bekommen, ist die neue Stadtteilmanagerin, Ursula Mölders, überzeugt. "Und sie wird als der Teil der Innenstadt angesehen, der den höchsten Erneuerungsbedarf hat." Wobei es an dem Straßenbelag nicht viel auszusetzen gebe. "Die Fußgängerzone ist dort keine durchgehende Fläche", sagt sie. "Auf dem alten Bunker wird geparkt, es fahren Autos über die Straße." Auch das ein oder andere Haus oder Geschäft könne noch etwas hübscher gestaltet werden. "Oft ist es die Einheitlichkeit, die eine Innenstadt attraktiv erscheinen lässt", ergänzt Baudezernentin Andrea Deppe. Das wolle man nun auch in Opladen in Zusammenarbeit mit der Händlerschaft und den Hauseigentümern versuchen. Denn das Ziel sei es, durch Investitionen im öffentlichen Raum auch die Immobilienbesitzer zu motivieren, an ihren Häusern etwas zu tun. "Vielleicht schaffen wir es sogar, eine Immobilien-Standortgemeinschaft aufzuziehen", sagt Wirtschaftsförderer Dr. Frank Obermaier. Das sei in Opladen eine besondere Herausforderung angesichts der Geschäftstreibenden aus unterschiedlichsten Nationen.

Die zweite Planungswerkstatt am 21. Mai, dem "Tag der Städtebauförderung", soll im Rahmen eines Straßenfestes auf der Bahnhofsstraße erfolgen. "Es wird ein buntes Fest, bei dem die Ergebnisse des ersten Termins vorgestellt werden und die Besucher weitere Ideen auf Tischdecken schreiben können", kündigt Mölders an.

Quelle: RP
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