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Leverkusen
Im Märzen der Bauer... : Landwirte machen auf Gülle-Mief aufmerksam

Leverkusen. Das Gespann Olli Dittrich und Wiegald Boning hätte wohl seine Freude dan der neuen Kampagne der rheinischen Bauern: "Wir machen Mief", sangen die Beiden doch einst in einem Lied mit dem schönen Titel: "Mief." Von Udmilla Hauser

Und um genau solchen geht es den Bauern. Sie werben für Verständnis, wenn es in nächster Zeit von den Feldern her stinkt und informieren, warum Gülle wichtig ist. Diese heißt unter Bauern auch gerne Wirtschaftsdünger und ist in der Landwirtschaft für das Wachstum von Pflanzen unverzichtbar. "Und ja, das Zeug stinkt! Uns übrigens auch. Können wir leider nicht ändern. Aber damit es weniger stinkt, verwenden wir moderne Technik", versichern die Bauern zum Start des zweiten Plakates der Öffentlichkeitskampagne des Rheinischen Landwirtschafts-Verbandes (RLV) mit dem Titel "Wir machen Mief". Das Plakat hängt derzeit in den Bahnhöfen von Bonn, Köln und Düsseldorf und ist auch einen Monat lang an 100 gut befahrenen Straßen im Rheinland zu sehen.

Mief sehen und Mief riechen ist nochmal ein Unterschied. Das wissen auch die Bauern und betonen, sie täten alles, um Geruchsbelästigungen zu vermeiden. Auch aus einem anderen als dem Grund des fiesen Geruchs in der Nase. "Denn Luftemissionen bedeuteten auch Nährstoffverluste", heißt es vom Verband. Wann immer möglich, bringen die Landwirte Gülle durch Schleppschläuche oder "Gülledrill" direkt in den Ackerboden. Das sei emissionsarm, effizient und rieche eben nicht so streng.

Die Bauern wollen mit ihrer Kampagne Aufklärungsarbeit leisten. Gülle sei eine Mischung der flüssigen und festen Ausscheidungen von Nutztieren, erläutern die rheinischen Bauern. "Die darin enthaltenen Nährstoffe macht sie für Landwirte zu einem wichtigen Düngemittel und Humuslieferanten. Gülle hilft, teuren Mineraldünger zu sparen und dient dem optimalen Pflanzenwachstum", sagt der Bauernverband. Die Ausbringung von natürlichem Wirtschaftsdünger sei unbedingt notwendig, da ein erheblicher Teil des Nährstoffbedarfs der Kulturpflanzen dadurch abgedeckt und ein natürlicher Kreislauf ge-schlossen werde. Vielleicht helfen irgendwann auch Dittrich und Boning bei der Gülle-Kampagne und dichten noch etwas Miefiges - vielleicht eine weitere Strophe an das schöne Frühlingslied: "Im Märzen der Bauer... "

Weitere Infos: www.die-rheinischen-bauern.de

Quelle: RP
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