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Leverkusen
Im November gibt es einen Infoabend zum Hospiz

Leverkusen. Wer denkt gerne an Krankheit oder Tod? Schon von Berufs wegen müssen sich Pflegekräfte in Alten- und Pflegeheimen und Mitarbeiter von Palliativ- und Hospizeinrichtungen mit diesem Thema beschäftigen. Jetzt bot der dritte "Leverkusener Palliativtag" - veranstaltet vom Ambulanten Palliativzentrum Leverkusen - Gelegenheit für weitere Informationen. Im Mittelpunkt stand das Thema "Palliativ- und Hospizversorgung in Einrichtungen der stationären Altenhilfe". Von Gabi Knops-Feiler

Der Auftakt zur Veranstaltung iim Schloss Morsbroich war logistisch nicht ganz gelungen: Dies lag daran, dass die Stadt zeitgleich zwei Veranstaltungen angenommen hatte, was zu Parkplatzproblemen führte. Um die Besucher noch pünktlich aufs Schlossgelände bringen zu können, wurde ein Shuttle-Service eingerichtet.

Dr. Wolfgang Hübner, Vorstand des Gesundheitsnetzwerkes Leverkusen, begrüßte rund 100 Teilnehmer. Man habe in den zehn Jahren seit Gründung des Netzwerkes vieles bewegt, bilanzierte er kurz. Nun gebe es weitreichende Pläne: In Leverkusen soll schon bald ein eigenes, stationäres Hospiz mit 14 Betten errichtet werden. Pro Patient soll eine Schwester bereitstehen, auch die Anstellung eines leitenden Arztes sei geplant. Ein Standort stehe noch nicht fest. Anfang November werde man sich zunächst mit Oberbürgermeister Richrath und den Krankenkassen zusammensetzen, um Details zu erörtern. Ferner müsse eine Betreibergesellschaft gegründet werden, die sich wiederum um einen Investor kümmern soll. Der Start solle laut Hübner "so schnell wie möglich" erfolgen, voraussichtlich zum Jahreswechsel 2018/2019. Schon vor Jahren seien Einrichtungen der Altenpflege zu Sterbeorten geworden, sagte Prof. Katharina Heimerl bei ihrem Vortrag. Dies habe zu einem neuen Denken in diesen Einrichtungen geführt, weg von der rein kurativen Pflege, hin zu einer palliativen Kultur für Hochbetagte und multimorbid erkrankte Menschen. Einige Einrichtungen, so das CBT-Wohnhaus Upladin, übernahmen früh eine Vorreiterrolle, sagte die Referentin. Doch nicht nur Altenheime, sondern auch Kommunen müssten bedenken, dass sie alte Leute hätten. Das bedinge ein "Offensein für neue Organisationsformen und für Hochbetagte in der Stadt". Sie ergänzte: "Hospiz- und Palliativkultur braucht mehr gesellschaftliche Anerkennung".

Weitere Informationen über das erste stationäre Hospiz in Leverkusen gibt es am 25. November, 17 Uhr im Saal Norhausen, Felderstraße 17.

Quelle: RP
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