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Leverkusen
Im Opladener Laden fühlen sich Babys wohl

Leverkusen: Im Opladener Laden fühlen sich Babys wohl
Hebamme Emine Bodenstein (r.) übt mit den jungen Müttern die Massagetechniken. Ab April gibt es wieder freie Plätze bei dem Angebot. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das neue Angebot Babymassage im Opladener Laden findet viel Anklang. Die Massage ist ein Mittel, um mit jungen Müttern ins Gespräch zu kommen. Von Tobias Falke

Der Opladener Laden, der Ende vergangenen Jahres an der Bahnhofsstraße eröffnet wurde, vergrößert sein Angebot. Die Babymassage hat in den vier Wänden des neuen Projekts im Stadtteilentwicklungskonzept Einzug gefunden. Die erste Gruppe, bestehend aus vier Müttern mit ihren rund fünf Monate alten Babys, hat sich nun zum letzten Mal getroffen. Sie bedauern, dass es bereits vorbei ist. So sagt die 37-jährige Anne Fenzl: "Das könnte noch viel länger gehen. Man lernt wirklich viel. Ich komme aus Brasilien, da gibt es ein solches Angebot überhaupt nicht." Ihre Stella ist viereinhalb Monate alt und das zweite Kind. Weil sie erst seit zwei Jahren in Deutschland lebt, kann sie gute Vergleiche zwischen den beiden Ländern ziehen.

"Wichtig ist, dass ihr den Körperkontakt haltet", erläutert Emine Bodenstein, während sie an einer Puppe die einzelnen Handgriffe vormacht. Jede Mutter massiert ihr eigenes Kind. "Das macht ihr bitte zu Hause morgens und abends", sagt die Familienhebamme. Der ganze Körper wird von ihr massiert, sogar die Zehen erhalten eine spezielle Zupf-Massage. Wenn die Babys mal nicht mitmachen, mache das nichts. Die sechs Monate alte Sheila etwa liegt nicht gerne auf dem Bauch. Sie ist kurz davor, das Krabbeln zu erlernen. Stillliegen kommt bei ihr genauso wenige in Frage wie bei Amelie. Deshalb dürfen beide auf Mamas Schoß.

Anders sieht es da bei Anna Lena aus. Sie ist das zweite Kind von Claudia Weidenbach. Die 31-jährige massiert in aller Seelenruhe ihre Tochter. Währenddessen gibt Hebamme Bodenstein Tipps zu sämtlichen Babythemen. "Die Massage ist zwar etwas Schönes, aber meist nur ein Hilfsmittel um eigentliche Themen mit den Müttern zu besprechen. Wir unterhalten uns dann oft über Beikost, Schlaf oder Themen, die gerade anfallen", sagt sie. Die gesundheitliche Entwicklung des Kindes stehe stets an erster Stelle. Dafür müsse das Fundament gelegt werden, und um dieses zu verinnerlichen, würde die Gruppe wertvolle Tipps erhalten. "Das Projekt ist super angelaufen", erzählt Bodenstein. Das kostenfreie Angebot hätte sofort Zuspruch gefunden, so dass auch die nächste Gruppe voll ist. "Aber ab Mitte April sind neue Plätze frei", sagt die Hebamme, die seit 2010 im Beruf arbeitet, "a m besten jetzt anmelden. Teilnehmen dürfen Mütter mit Babys ab der zehnten Woche bis zum Krabbelalter. Sonst wird es zu wuselig und es gibt nichts mehr zu massieren, weil die kleinen Racker die Welt entdecken."

Quelle: RP
 
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