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Leverkusen/Köln
Imker protestieren heute gegen den Bayer-Vorstand

Leverkusen/Köln. Nicht nur die Gegner einer möglichen Öffnung der Bayer-Deponie im Zuge des A1-Baus planen heute einen Protest zur Bayer-Hauptversammlung, auch die Verbraucherorganisation "Sum Of Us" und der gemeinnützige Verein Mellifera. Sie wollen nach eigenen Angaben gegen die bienentötenden Pestizide des Konzerns demonstrieren. "Unabhängige Wissenschaftler haben die sogenannten Neonikotinoide als eine der Ursachen für das weltweite Bienensterben bestätigt", teilt Anne Isakowitsch von der Organisation mit. "Dass Bayer diese Gifte weiterhin herstellt, ist eine Katastrophe für das Ökosystem und die Landwirtschaft. Denn Bienen sind unverzichtbar für unsere Nahrungsmittelversorgung."

Vor der Hauptversammlung in der Kölner Messe werden sich "Sum Of Us" und Mellifera mit Imkern versammeln und plastisch darstellen, was Bayers Pestizide den Bienen antun. "Es wird eine Aktion mit toten Bienen geben, die vor dem Messegelände ausgestreut werden", kündigt Isakowitsch an. "Dazu wird eine Performance in Bienenkostümen das Bienensterben verdeutlichen."

Die Protestierenden fordern, den Bayer-Vorstand für seine Arbeit nicht zu entlasten. Die Vorstandsmitglieder erhielten im Jahr 2015 eine Gesamtvergütung von 17.918.000 Euro: 5,8 Millionen Euro gingen an den Vorsitzenden Dr. Marijn Dekkers, 3,7 Millionen an Werner Baumann und jeweils 2,8 Millionen an Johannes Dietsch, Michael König und Kemal Malik. Das geht aus dem Geschäftsbericht hervor, den der Konzern für das vergangene Jahr vorgelegt hat. Hinzu kommen Pensionszusagen für die fünf Vorstandsmitglieder in Höhe von insgesamt rund 1,8 Millionen Euro.

(sug)
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