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Leverkusen
In den Sommerferien sind große Staus zu erwarten

Leverkusen: In den Sommerferien sind große Staus zu erwarten
Abgeholzt: An der Alkenrather Straße/Einmündung Gustav-Heinemann-Straße wird die Rechtsabbiegerspur erweitert. Im Herbst wird es hier Teilsperrungen für die Bauarbeiten geben. Der Zebrastreifen an der Gezelinallee (vorne) verschwindet, dafür baut die Stadt eine Überquerungsinsel. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Die Stadt sperrt in den großen Ferien die Schlebuscher Straße. Gleichzeitig wird die Oulustraße saniert. Sind damit Megastaus unvermeidbar? Von Ludmilla Hauser und Ulrich Schütz

Steht halb Leverkusen ab den Sommerferien und im Herbst im Dauerstau? Die Voraussetzungen dafür werden gerade ganz offiziell geplant: Eine Hauptverkehrsstraße (Schlebuscher Straße) wird komplett gesperrt, auf den potenziellen Umleitungsstraßen werden zeitgleich weitere Straßenbaustellen eröffnet. Im Verlauf des späteren Jahres wird die Alkenrather Straße im Bereich Einmündung Gustav-Heinemann-Straße durch Bauarbeiten zum noch engeren Nadelöhr als heute.

Die Straßenbaustelle-Details:

Hintergrund: Die Anti-Stau-Therapie für Autofahrer FOTO: dpa

1. In den Sommerferien erneuern die städtischen Technischen Betriebe (TBL) die Fahrbahn der Schlebuscher Straße, bestätigte gestern TBL-Chef Wolfgang Herwig. Dafür wird das Straßenstück teils komplett gesperrt: zwischen Autobahnbrücke A1/Alkenrather Straße und Bürgerbuschweg/Textar.

2. Zu dieser Zeit sollen schon die Dhünnbrücken-Neubauarbeiten an der Bismarckstraße nahe Fußballstadion laufen. Die Straße wird dort zwar weiter zwei Spuren behalten, aber sie sind verengt und das Tempo wird reduziert.

3. Der Landesbetrieb Straßen.NRW lässt ebenfalls in den Sommerferien eine größere Baustelle eröffnen: Im Zuge der L 58 (Oulustraße/Steinbücheler Straße) in Schlebusch wird ein 700 Meter langes Fahrbahnstück saniert, bestätigte gestern ein Sprecher des Landesbetriebs. (Wahrscheinlich noch nicht dieses Jahr, aber 2017 sollen dann 500 Meter auf der Von-Knoeringen-Straße im Bereich Autobahnunterführung erneuert werden.)

Fakt ist: Die Fahrbahnoberfläche der Schlebuscher Straße in Höhe der Autozulieferfirma "Textar" fliegt den Technischen Betrieben langsam um die Ohren. Der Asphalt zerbröselt regelrecht, ungewöhnlich tiefe Schlaglöcher müssen regelmäßig geflickt werden, was nur begrenzte Zeit hält. Ende Mai sollen dort die Kanalarbeiten beendet sein, berichtete gestern TBL-Chef Herwig. "Wir bereiten derzeit die Umleitungsvarianten vor - eine Menge Arbeit."

4. Die Arbeit wird bei den TBL auch nicht weniger, denn der Fachbereich Straßengrün hat jetzt schon mal an der Alkenrather Straße hin zur Kreuzung Gustav-Heinemann-Straße Bäume fällen lassen für den Bau einer zweiten Rechtsabbiegespur. Die soll den Staudruck - weil die Rechtsabbieger an der Kreuzung an der Linksabbiegerschlange nicht vorbeikommen - nehmen. Im Dezember war die Bezirksvertretung III dem Beratungspapier der Stadt gefolgt und hat einer zusätzlichen Spur zugestimmt. Außerdem soll es in Höhe der Kastanienallee eine Fußgängerinsel geben. "Der Baustart ist für die Herbstferien vorgesehen, wir wollen dann in drei bis vier Wochen fertig sein", sagt Herwig. In der Zeit können sich Autofahrer auf eine halbseitige Verkehrsführung mit Ampel gefasst machen, während die TBL erstmal 40 Lkw-Ladung verdichtungsfähigen Boden herbeischafft, rechts neben der heutigen Straße verfüllt und so die Grundlage für die zweite 75 Meter lange Rechtsabbiegespur schafft. Kosten für Spur und neue Fußgängerinsel: 170.000 Euro. "Dazu kommen 80.000 Euro, weil wir dort die ganze Straßendecke neu machen."

Quelle: RP
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