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Leverkusen
In drei Wochen vier Wohnwagen in Leverkusen gestohlen

Leverkusen: In drei Wochen vier Wohnwagen in Leverkusen gestohlen
FOTO: dpa
Leverkusen. Innerhalb von drei Wochen - seit Mitte Juli - sind im Raum Leverkusen vier Wohnwagen gestohlen worden, wie die Kölner Polizei auf Anfrage bestätigte. Zwei wurden in Bürrig gestohlen, einer in Hitdorf und einer in Rheindorf.

Zwei Tage nach dem jüngsten Fall in Leverkusen am 8. August entdeckten Ermittler einen gestohlenen Wohnwagen aus Bocholt in Belgien in Charleroi. "Er war mit einem GPS ausgestattet, das hat es uns natürlich vereinfacht", sagt ein Polizeisprecher.

Auf dem Gelände des Mannes, bei dem der Wohnwagen entdeckt wurde, konnten sieben weitere gestohlene Wohnwagen sichergestellt werden - unter ihnen auch die beiden Fahrzeuge aus Hitdorf und Rheindorf. Zuerst hatte der "Kölner Stadt-Anzeiger" über den Fall berichtet. Die Polizei hat in Belgien zwei Männer wegen schweren Diebstahls und des Verdachts der Hehlerei festgenommen, die offenbar miteinander verwandt sind. Die Ermittlungen, ob sie möglicherweise einer Bande angehören, laufen noch. "Wir können dazu aus ermittlungstaktischen Gründen derzeit nichts sagen", sagt der Sprecher.

Die Polizei registriert in der letzten Zeit vermehrt Diebstähle von Wohnwagen. "Die Diebe schrecken nicht davor zurück, gewaltsam auf Grundstücke oder in Gebäude vorzudringen, um die Anhänger von dort fortzuschaffen", sagt der Sprecher. In Köln und Leverkusen wurden in diesem Jahr bereits 23 Wohnwagen als gestohlen gemeldet. 2016 waren es im ganzen Jahr nur zehn. Sie werden nach Angaben der Polizei auch deshalb oft gestohlen, weil sie hochwertig sind und kaum an Wert verlieren. Der Sprecher empfiehlt Parkkrallen, Zusatzschlösser und sagt: "Wer 50.000 Euro in ein Fahrzeug investiert, sollte auch noch die 150 für ein GPS in die Hand nehmen." Ein GPS-Tracker überträgt den jeweiligen Standort des Fahrzeugs und kann bei einer Fahndung sehr helfen, wie der aktuelle Fall zeigt. 

Versicherungen kommen oft nicht für Innenausstattung auf

Auch in Langenfeld war am Anfang August ein 60.000 Euro teurer Wohnwagen von einem eingezäunten Freigelände Am Hauweg, direkt an der Stadtgrenze zu Leverkusen, gestohlen worden. Der silberfarbene Wohnwagen Dethleffs Beduin soll verschlossen und zusätzlich mit einer modernen Kupplungssicherung sowie elektrischen Stützen gesichert gewesen sein. Wie die Diebe den zwei Jahre alten Wohnwagen mit Leverkusener Kennzeichen abtransportiert haben, hat die Polizei nach eigenen Angaben bisher noch nicht geklärt.

Am späten Mittwochabend konnte ein Mann in Morsbach in Rheinland-Pfalz den Diebstahl seines Caravans gerade noch verhindern. Er sah einen Mann, der den Caravan gerade aus dem Vorgarten auf die Straße schieben wollte. Der Täter konnte unerkannt entkommen.

Ein großes Problem für Wohnwagenbesitzer nach einem Diebstahl: Das Fahrzeug selbst ist zwar versichert, nicht jedoch die Innenausstattung. In die stecken etliche Besitzer ebenfalls viel Geld - schließlich ist ein Wohnwagen ein Eigenheim für unterwegs.

(hsr/mei/sug)
 
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