| 00.00 Uhr

Analyse
In Hüscheid darf wieder gestöbert werden

Die Geschichte des Hüscheider Garagentrödel, der morgen erneut stattfindet, ist ungewöhnlich: Er entstand aus einer Autobahnsperrung heraus. "Auf dem Weg nach Aachen zu Freunden mussten wir deshalb über Dörfer fahren", erzählt Petra Schwebig. In einer der Ortschaften, an denen sie und ihr Mann vorbeikamen, sei es überraschend voll gewesen. Als die beiden erkannten, dass es sich um einen Dorftrödel handelte, sagte die Hüscheiderin: "Das will ich auch haben."

Ein paar Wochen später hatte sie zu Hause über 80 Anmeldungen von Nachbarn und Anwohnern. "Damit hatte ich nicht gerechnet", sagt Schwebig. "Ich wusste vorher nicht, was für Kosten auf mich zukommen würden. Also nahm ich von jedem fünf Euro Standgebühren." Dann erfuhr sie, dass es für Trödel samstags auf Privatgrundstücken keine Auflagen gibt. Also beschloss sie, die Standgebühren für der Aktion Lichtblicke zu spenden. "Wir konnten in den vergangenen drei Jahren 3650 Euro spenden."

Auch Tochter Mia (5) macht mit. Im vergangenen Jahr hatte sie mit Freundinnen in der Garageneinfahrt einen Kindertrödel. Etwas zu Essen gibt es bei dem Hüscheider Garagentrödel ebenfalls: Kaffee und Kuchen, Bratwürste und Hotdogs.

Beim morgigen Trödel von 10 bis 17 Uhr erhofft sich Schwebig wieder eine große Resonanz. Wer mit dem Auto anreist, muss an der Burscheider oder Wuppertaler Straße parken. Die Straßen in Hüscheid müssen für den Notfall frei bleiben.

(sabl)
Diskussion
Ihre Meinung zum Thema ist gefragt

Schreiben Sie jetzt Ihre Meinung zu:

Analyse: In Hüscheid darf wieder gestöbert werden


Beachten Sie dabei bitte unsere Regeln für Leserkommentare.