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Leverkusen
In Opladen erwacht der Nubbel, Kinderprinzenpaar wird gefeiert

Leverkusen. Wer solides närrisches Vereinsengagement und das Ergebnis intensiver karnevalistischer Jugendarbeit erleben wollte, der war am Wochenende bei den Sessionsstartfeiern in Leverkusen richtig. Beispielsweise bei den Karnevalsgesellschaften Altstadtfunken und Neustadtfunken Opladen. Da ließ sich die große Freude spüren, mit der die Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ihrem närrischen Hobby nachgehen. Viel Training und detaillierte Vorbereitung der Saalveranstaltungen gehören dazu. Als Extra gab es die Vorstellungen des designierten Prinzen Mathias I. Probst. Eine Tollität zum Anfassen. "Hallo Opladen", begrüßte der künftige Narrenfürst (25) die Neustadtfunken und hatte schon damit die meisten Herzen erobert.

Kurz vorher glänzten die vereinseigenen Narrenhäupter im Funkenkeller: das neue Kinderprinzenpaar Prinzessin Gina I. Zimpel (14) und Pascal III Pelikan (12), der erst zwei Tage vor Toresschluss zugesagt hatte, als Kinderprinz anzutreten. Damit präsentieren die Neustadtfunken im 63. Jahr ein Opladener Kinder-Tollitätenpaar.

Großes Lob fand Neustadtfunken-Präsident Stefan Hebbel (seit 1. Oktober Leiter der Direktion Kriminalität im Oberbergischen Kreis) die Generalsanierung des Funkenkellers. "In Spitzenzeiten arbeiteten hier bis zu 17 Leute gleichzeitig", berichtete Hebbel am Samstag. "Wir wollen hier länger bleiben, der neue Mietvertrag ist in Arbeit." In dem in den Vereinsfarben Rut-Wies gestrichenen Versammlungsraum (liegt direkt gegenüber der Opladener Polizeiwache) zeigten die Garden ihr Können. "Tanzen auf der Briefmarke", bezeichnete Hebbel das angesichts des gut besuchten Raumes.

Besonders traditionsreich feierten die Altstadtfunken vun 1902: Sie zelebrierten das Nubbelwecken und servierten am Samstagabend wahrscheinlich eine jecke Einmaligkeit: Der Altstadtfunken-Nubbel kam auf dem Fahrrad in den Funkenturm, gehalten und geschoben von Markus Weis und Tim Hoenigs. Die beiden hatten mit Marco Zilles die radelnde Karnevalsfigur, die an Aschermittwoch als "Sündenbock für allerlei närrische Untaten" verbrannt wird, geschaffen. Fast schon legendär der dazu passende Dialog, diesmal op Kölsch gehalten von den Funken Martin Steinkühler und Norbert Roß. Die Frotzeleien der zwei gingen allerdings in dem fröhlichen Geschnatter der Gäste ziemlich unter. Verdienten Riesenapplaus ernteten vorher die 32 Kinder und Jugendlichen der Altstadtfunken-Tanzgruppen. Das Opladener Sessionsmotto lautet: "Simsalabim - Opladener Klimbim".

(US)
 
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