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Leverkusen
Initiative für ein besseres Leben in Manfort

Leverkusen. Wo genau liegt eigentlich Manfort? Von Monika Klein

Offiziell begrenzen die A3 auf der einen und die Gütergleisstrecke auf der anderen Seite den Stadtteil. Aber es gibt auch ein "gefühltes Manfort", und das ist deutlich größer, denn es orientiert sich an den historischen Grenzen, als der Konrad-Adenauer-Platz noch Zentrum war, sowohl der Lindenhof, der Manforter Friedhof als auch der Bahnhof und attraktive (heute Schlebuscher) Wohngebiete dazugehörten.

Da liegt schon ein offensichtliches Problem des verwaltungstechnisch verkleinerten Stadtteils, der von Verkehrsadern durchschnitten ist wie kein anderer und wo Migranten aus so vielen unterschiedlichen Nationen wohnen. Hohes Verkehrsaufkommen, finstere Wege und Schmuddelecken, daran leidet Manfort mit seinen unterschiedlichen Kleinstquartieren.

Das schlägt sich auch in der repräsentativen Umfrage nieder, die vom Diakonischen Werk in Auftrag gegeben wurde. Dieser Teil der Bestandserhebung ist der Anfang eines längeren Prozesses, den die Diakonie anschieben und - beispielsweise mit der Beantragung von Fördermitteln - begleiten will. GLIM heißt sie, die Abkürzung steht für "Gemeinsam leben in Manfort". Die Initiative aber müssten die Bewohner ergreifen, betont Diakonie-Leiter Hans Höroldt, der auch das (deutlich umfangreicher geförderte) Projekt Soziale Stadt Rheindorf begleitet hat.

Rund 100 Bereitwillige waren am Montagabend zur Stadtteilversammlung gekommen und hatten nach Vorstellung der Umfrageergebnisse gemeinsam eine ganze Liste von wünschenswerten Maßnahmen erstellt. Manche Dinge dürften vergleichsweise einfach umzusetzen sein und GLIM schon bald zum Glimmen bringen. Das von vielen gewünschte Stadtteilfest ist ein Beispiel - oder bessere Sportangebote für junge Mütter. Mittelfristig realisierbar wäre ein Stadtteilcafé mit Internet und Kinderangebot.

Bedeutend schwieriger dürfte eine Verbesserung der Verkehrssituation sein. Rolf Müller will sich der Aufgabe stellen. Der engagierte Bürger hat sich für die 1. Arbeitsgruppe eingetragen, die Verkehr, Bedrohungen und Gebäude unter die Lupe nehmen will und sich am 26. Juli um 18 Uhr erstmals trifft. Gruppe zwei behandelt Treffpunkte, Freizeit und Grünflächen (19. Juli, 19 Uhr) und Gruppe drei die Geschäfte, Nahversorgung, Schule & Kitas, Menschen & Nationen (18. Juli, 18 Uhr).

Für alle GLIM-Gruppen haben sich schon Freiwillige zum Mitmachen gemeldet, aber die Mitarbeit weiterer Bürger ist ausdrücklich erwünscht.

Informationen gibt es bei Projektkoordinatorin Hanna Dedden unter der Rufnummer 0214 382724 oder oder per E-Mail an hanna.dedden@diakonie-leverkusen.de.

Quelle: RP
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