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Rheinbrücke Leverkusen
Initiative schickt Minister Groschek Paket mit Stelzen-Beton

Rheinbrücke Leverkusen: Initiative schickt Minister Groschek Paket mit Stelzen-Beton
Wolfgang Otternberg und Friedrich Jonas (LIV, v.l.) haben ein "Leverkusen-Paket" für den Minister gepackt. Das soll Groschek in Sachen Stelze wachrütteln. FOTO: UM
Leverkusen. Jetzt fehlt nur noch die Briefmarke. Dann wird das Paket auf den Weg nach Düsseldorf geschickt: ans NRW-Ministerium für Bauen, Wohnen, Stadtentwicklung und Verkehr, konkret an "Herrn Minister Michael Groschek". Von Sarah Blewonska

Absender: Leverkusener Initiativen für Verkehrsplanung, kurz LIV. Und der Inhalt des Pakets? Unter anderem Schal und T-Shirt "Tunnel statt Stelze", eine DVD vom "Kids Talk", Fotos von den Demos der LIV und - selbst herausgemeißelt - ein Stück A1-Stelzen-Beton.

"Herr Minister Groschek ist der wichtigste Entscheidungsträger in der Sache," betont Wolfgang Otternberg, Mitglied von LIV. Die Sache, zu der die Aktion "Ein Paket für Groschek" gehören soll, ist weiterhin die Frage, ob die derzeitige A1-Stelze in Küppersteg zur Megastelze erweitert oder durch einen Tunnel ersetzt wird. Leverkusen will den Tunnel.

"Es ist komisch, dass Herr Groschek nur nach Leverkusen kommt, um sich kaputte Nähte an der Brücke anzusehen," sagt Otternberg. Das wollen die LIV-Mitglieder ändern: Mit dem Paket will Otternberg den Minister zu einem Gespräch in Leverkusen, alternativ auch bei Groschek in Düsseldorf bewegen, um mit ihm und Leverkusener Bürgern über die Folgen eines Mega-Stelzenbaus zu sprechen: "Es hat einen Grund, weshalb Bauen, Wohnen und Stadtentwicklung vor Verkehr stehen: Eine schlechte Infrastruktur zieht Folgen in den anderen Bereichen mit sich", merkt Bürgerinitiativler Otternberg an.

Letztendlich sehen er und seine Mitstreiter es aber realistisch: "Es wird wohl eine Antwort von einem Sachbearbeiter kommen", überlegt Wolfgang Otternberg laut. Dennoch will die LIV nicht locker lassen "Das schreckt uns nicht ab. Das ist nur der erste Schritt", kommentiert der Leverkusener

Wie auch immer die Antwort ausfallen wird, für etwas Aufmerksamkeit im Ministerium werden sie mit den Paket sorgen, zumindest hoffen die LIV-Mitglieder das.

Quelle: RP
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