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Analyse
Ist die häufige Kritik an den Weihnachtsmärkten zu hart?

Leverkusen. Das Wochenende war ein gutes Wochenende. Für die Einzelhändler, die Organisatoren der Weihnachts- und Adventsmärkte in Opladen, Wiesdorf und Schlebusch. Und für die Besucher. Na ja, ein wenig kälter hätte es sein können, dann würde der Glühwein besser schmecken.

Und sonst?

Wir hören als Berichterstatter oft Kritik über die Weihnachtsmärkte. Zu klein, zu wenig weihnachtliches Angebot in den Buden, überhaupt: in anderen Städten seien die Märkte besser.

Ist das wirklich so?

Ich bezweifele das nach meinen Rundfahrten. Sicher, auch andere Städte haben schöne Weihnachtsmärkte. In Köln und Bergisch Gladbach, in Langenfeld und Düsseldorf habe ich teils mehr, teils unbekannte Stände, aber auch viel Langweiliges gefunden. Die Geschmäcker sind eben verschieden.

Schauen wir uns die Leverkusener Weihnachtsmärkte genauer an. Gestern brummte es in den Stadtteilen. Nach der Besucherresonanz können die Veranstalter also nicht so ganz falsch liegen. Vor allem: Die beiden ständigen Weihnachtsmärkte in Opladen und Wiesdorf sind privat organisierte Veranstaltungen. Die Stadt Leverkusen unterstützt die Organisatoren, aber wegen ihrer Finanzknappheit in bescheidenem Maße. Es ist Unternehmern wie Axel Kaechele (Christkindchenmarkt), Frank Jackmuth, dem Betreiber des Winterdorfes vor der Rathaus-Galerie, der Aktionsgemeinschaft Opladen (Bergisches Dorf) und der Schlebuscher Werbegemeinschaft (Adventsmarkt) mit ihren Partnern und Standbetreibern zu verdanken, dass es solche teils mehrwöchigen Angebote gibt. Dazu kommen die Sonderaktionen der Rathaus-Galerie und der vielen anderen Leverkusener Einzelhändler, die alle den Kunden besondere Angebote bieten wollen. Dies alles muss finanziert werden. Die Kunden tragen durch ihr "örtliches" Einkaufsverhalten dazu bei. Ja, ich glaube, wir Leverkusener sollten diesen Unternehmern dankbar für ihre Bereitschaft sein, sich in unserer Stadt zu engagieren. Bei aller Kritik, die mal nötig ist. Also: Nicht immer nur jammern, wir können auch fröhlich - oder? Ulrich Schütz

Quelle: RP
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