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Leverkusen
Jazz und Funk aus allen Rohren ins Herz gefeuert

Leverkusen. Die Big Band der Musikschule Leverkusen wurde beim Benefizkonzert in Bergisch Neukirchen gefeiert. Von Tobias Falke

Die evangelische Kirchengemeinde in Bergisch Neukirchen lud die Big Band der Musikschule Leverkusen zu einem exklusiven Konzert in ihrer Kirche ein. Mit viel Swing und Jazz im Blut feuerte das Ensemble aus allen Rohren und zeigte seine ganze Bandbreite. Den Anfang machte allerdings ein Big-Band-untypisches Stück aus den 70ern: "September" von der Soul und Funk Band "Earth Wind & Fire" - vielleicht eine Hommage an den wahrhaft zauberhaften sonnigen Monat in diesem Jahr. Für Johannes Lemke, Leiter der Big Band ist es immer wieder eine Ehre, diese zu dirigieren - man sieht ihm förmlich an, dass er seit 1990 viel Spaß damit hat.

Im Anschluss nach dem Eröffnungsstück stand Christopher Klassen im Mittelpunkt, der normalerweise in der Big Band die Trompete bedient. Der 1984 geborene Schlebuscher begann im Alter von sechs Jahren seine musikalische Reise - auch in der Musikschule Leverkusen. Ihn zog es nach Amsterdam, wo der Sänger und Songwriter sein Studium am Conservatorium van Amsterdam abschloss. Dass er es gesanglich draufhatte, bewies er gleich in mehreren Stücken, darunter das eigens komponierte "Summers Day", ein langsam startender Swing-Song, der leicht fröhlich daherkommt. Leider konnten die Zuhörer, die zumindest in den hinteren Reihen saßen, sich nicht vollends von seinem Gesang ein überzeugendes Bild machen, da die Technik es nicht ermöglichte. Das Mikrofon war im Gegensatz zu den Blechinstrumenten viel zu leise.

Dennoch: Mit gekonnten Soli von Matthias Schauen am Saxophon und zahlreichen groovigen Stücken, war das Konzert der Big Band ein voller Erfolg. Unter anderem zeigten dies die Zuhörer, die zum Beispiel beim Stück "Jazz-Police", das "richtig viel Alarm" machte, wie es Johannes Lemke, Leiter der Bigband, selbst sagte, immer wieder ihre Füße, Schultern oder Köpfe passend zum Rhythmus bewegten. Das nächste Highlight in der evangelischen Gemeinde wird das Weihnachts-Oratorium des Chores. Der stellt sich ganz auf das Publikum ein und führt das Werk mit Streichern und Solisten auf. Zwischen den Solostücken/Chor werden deutsche Weihnachtslieder gesungen, die die Zuhörer mitsingen können. Der Komponist Heinrich Fidelis Müller schrieb dieses Werk im Jahr 1879 in Kassel mit dem Gedanken, alle Menschen in die Musik mit einzubeziehen.

Termin: 4. Dezember, 18 Uhr - der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
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