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Leverkusen
Jeck auf den letzten Drücker

Leverkusen: Jeck auf den letzten Drücker
FOTO: Miserius, Uwe (umi)
Leverkusen. Der Straßenkarneval läuft. Für Kurzentschlossene gibt's Möglichkeiten, um noch flott ans Kostüm zu kommen. Manchmal reichen schon Accessoires. Von Dorian Audersch

Noch keine passende Verkleidung für die jecken Tage? Für Adele Dattius ist das kein Thema. Sie habe gar einen eigenen Kleiderschrank nur für Kostüme, sagt sie. Kein Wunder: Als Verkäuferin bei Deiters an der Düsseldorfer Straße in Opladen sitzt sie quasi an der Quelle. "Ich habe rund 30 verschiedene Möglichkeiten", sagt die 27-Jährige. "Da fällt einem die Auswahl manchmal schwer."

In dem Fachgeschäft für Verkleidungen aller Art herrscht noch Hochbetrieb. Viele Kunden suchen ihre närrische Kluft auf den letzten Drücker. "Man kann auch aus vergleichsweise geringen Mitteln viel machen", sagt die Fachfrau. Mit Schminke, farbigen Haarsprays und Kontaktlinsen lasse sich schnell etwas Passendes zaubern. "Dafür ist Kreativität gefragt."

Auf die Schnelle Wenn es schnell gehen und optisch trotzdem was hermachen soll, reiche eine ausgeflippte Perücke - und dazu Accessoires: Sonnenbrille, Federboa oder Piratenmütze, empfiehlt Dattius.

Im Geschäft schauen sich Marie Eckelmann (19) und Mia Zschoke (17) um. Sie feiern erstmals im Köln-Leverkusener Raum Fastelovend. Eigentlich kommen die beiden aus Rheinland-Pfalz. Sie verlassen den Laden mit Nonnen- und Tigerkostüm in der Tüte. "Wir sind gespannt, was uns erwartet", sagt Eckelmann. Ein Kostüm für den Sessionshöhepunkt haben beide jedenfalls jetzt.

Auf Mutter ist Verlass Daniela Pütz und Isabell Kolberg sind ebenfalls auf einer speziellen Mission. Sie suchen passende Kostüme für ihre Söhne. "Irgendwie cool, stark und gefährlich" soll das jecke Outfit sein, damit die Jungs, beide kurz vor dem Teenageralter, lässig feiern können. "Außerdem muss es warm und bequem sein", betonen die beiden.

Bei einem Streifzug durch den Karnevalsmarkt im Kaufhof werden die beiden Mütter schnell fündig: Ein Eisbär- und ein Tigerkostüm fallen ihnen ins Auge. Das sind per se schon mal Tiere, die für die gewünschten Eigenschaften stehen. Hinzu kommt, dass die einteilige Körperverhüllung aus Plüsch und Fleece ist - also relativ wetterfest. "Außen cool, innen heiß", steht auf dem Bauch des Polarbewohners. "Ich denke, da haben wir was Passendes gefunden", sagt Daniela Pütz erfreut.

Aufdruck Auch der Preis dürfte erfreulich sein, denn im Moment gibt das Kaufhaus bis zu 70 Prozent Rabatt auf Kostüme und Zubehör. "Man kann auch aus wenig viel machen", betont Abteilungsleiterin Corinna Jung. "Wir haben zum Beispiel T-Shirts mit Aufdrucken in Tattoo- und Bikinioptik", sagt sie. Gut geeignet seien auch Masken, Hexenhüte oder eine Afro-Perücke. Insgesamt gelte der Grundsatz: "Je bunter, desto auffallender, desto besser", fügt Nadine Funke aus der Karnevalsabteilung hinzu.

Auf Klassiker setzen "Die Klassiker auf den letzten Drücker sind Nonne oder Mönch", sagt Daniel Herrmann, Versandleiter bei Ste Festartikel an der Bismarckstraße. Auf rund 500 Quadratmetern gibt es nahezu alles, was das jecke Herz begehrt.

"Viele kaufen erst kurz vor knapp", erzählt der 44-Jährige aus der Erfahrung. "Wir haben auch Rosenmontag ab 9 Uhr - und so lange etwas los ist - geöffnet." Es gibt also noch einige Möglichkeiten, sich für die Züge in Schale zu werfen - auch, wenn es in letzter Sekunde ist.

Quelle: RP
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