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Leverkusen
Jecker Kick für den Schlebuscher Schull- und Veedelszoch

Leverkusen: Jecker Kick für den Schlebuscher Schull- und Veedelszoch
Insgesamt 16 närrische Teams nahmen an dem Kleinfeldturnier teil - auch die Altstadt-Funken. FOTO: UWE MISERIUS
Leverkusen. Schon seit 21 Jahren nimmt der "Initiativkreis für Europäische Integration" um Lukas Jeckel im Schlebuscher "Schull- und Veedelszoch" eine Sonderstellung ein. Denn oft genug ist die alternative Gruppe mit insgesamt 40 Vereinsmitgliedern auch die einzige, die Missstände am Ort anprangert. Am Sonntag wirkten sie nun erstmals auch beim "Jecken Fußballcup" zugunsten des 30. Schlebuscher Karnevalszuges mit. Von Gabi Knops-Feiler

Eigens deshalb war ein Spieler sogar aus Basel angereist. Auf Anhieb hängten die elf Hobbykicker sämtliche 15 karnevalistischen Konkurrenten aus Leverkusen, Köln und Frechen ab. Möglich gemacht hatte das unter anderem ein 8:0-Sieg über die Prinzengarde Leverkusen. Alleine drei Tore schoss Rebecca Runte (12), Freiherr-vom-Stein-Schülerin und Verteidigerin beim FC Bensberg. Da jedes Tor einer Spielerin doppelt zählte, behielt der Initiativkreis bis zum Schluss die Tabellenführung beim Kleinfeldturnier auf dem Sportplatz Im Bühl.

Karnevalszug in Leverkusen-Schlebusch

Die Idee mit den doppelten Toren kam von Turnierleiter und Literat Christoph Marx. Das führte unter anderem dazu, dass alle Vereine noch am Sonntag ihre Teilnahme fürs nächste Jahr bestätigten und ausdrücklich betonten, dann mindestens zwei Spielerinnen in den Kader aufnehmen zu wollen. Insgesamt verlief die Veranstaltung friedlich und ohne Verletzungen. Nur ein Spieler der Opladener KG Neustadtfunken musste nach dem Aufwärmen wegen einer Zerrung ins Krankenhaus. "Ich bin zufrieden", sagte Christoph Marx deshalb. Er räumte aber auch ein, dass das Experiment des Vorjahres gescheitert war, als man das Fußballturnier vom Bühnenprogramm abgekoppelt hatte.

Schlebuscher Schull- un Veedelszoch 2015 FOTO: Miserius, Uwe

Beim inzwischen fünften Turnier war wieder alles, wie zuvor. Und so soll es auch bleiben. Unterstützung kam aus der Umgebung. So verzichteten Musiker wie Achim Tolksdorf, Junge Trompeter, Boore oder Flöckchen auf Honorar. Für Unterhaltung sorgten außerdem die Tanzgruppen Schlebuscher Pänz und Rheinkadetten. "Der Erlös hilft dem Fortbestand des Karnevalszuges 2017", freute sich Hans-Peter Teitscheid, Vorsitzender der KG Grün-Weiß Schlebusch. Allerdings wird sich der Zug 2017 geringfügig ändern (wir berichteten). "Bauchschmerzen" plagen Zugleiter Andreas Beljan angesichts der städtischen Vorgabe, dass die Zugteilnehmer zwischen Lindenplatz und Kirche aufs Werfen verzichten sollen, um den Bereich in der Fußgängerzone zusätzlich zu entzerren. Beljan: "Das könnte viele Besucher vergraulen."

Quelle: RP
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