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Leverkusen
Jugendliche auch sportlich auf das Arbeitsleben vorbereiten

Leverkusen. Das Thema Fußball ist momentan ganz oben. Fast jeder steckt im Europameisterschafts-Fieber und schaut sich die Spiele - gerne zusammen mit Freunden - an. Dass Fußball verbindet, ist nichts Neues. Und so traten beim Kolping-Fußballturnier auf dem Sportplatz des SV Schlebusch acht Teams von Jugendlichen zwischen 16 und 25 Jahren aus berufsvorbereitenden Bildungsmaßnahmen (kurz: BvB) sowie betreute Flüchtlinge (Perspektiven für junge Flüchtlinge) aus Leverkusen, Neuss, Bergisch Gladbach und Köln gegeneinander an. "Unser Ziel ist es, junge Leute auf das Arbeitsleben vorzubereiten", sagt Maria Spreitzer, Leiterin des Kolping-Bildungswerks Leverkusen. Außerdem kann ein Hauptschulabschluss nachgeholt werden. Von Isabell Konegen

Um die besonderen Fähigkeiten der Jugendlichen zu ermitteln, wird eine Kompetenzfeststellung durchgeführt. "Dadurch wird individuell geschaut, welche Berufe jeweils in Frage kommen", erklärt sie, "Wenn eine Person beispielsweise sehr kontaktfreudig ist, würde eine Ausbildung im Verkauf und Dienstleistungsbereich passen."

Bei der BvB-Produktionsschule werden neben dem Eignungstest auch Schlüsselqualifikationen vermittelt, die für das Berufsleben eine wichtige Rolle spielen, wie Pünktlichkeit und Teamfähigkeit. Vor der eigentlichen Ausbildung wir ein Praktikum absolviert, um die Eignung zu prüfen.

Fabian Stroh macht zurzeit ein viermonatiges Praktikum beim Elektrohandel Wallraff und fängt ab dem 1. August seine Ausbildung an. "Anfangs wusste ich noch gar nicht, in welche Richtung ich gehen soll", sagt der 18-Jährige. Als Teilnehmer am Turnier scheint er überrascht: "Ich hätte nicht gedacht, dass so viele Zuschauer da sein würden."

Durch das Fußballturnier kamen die vier Produktionsschulen aus Leverkusen, Bergisch Gladbach, Neuss und Köln zusammen. "So treffen sie mal Jugendliche aus anderen Standorten", sagt Spreitzer. Und das Turnier lief gut: "Es herrscht eine super Stimmung und die Spiele laufen entspannt ab", sagt Regina Bieger, Standortleiterin aus Köln. Spreitzer sieht das genauso: "Die Jugendliche sind unheimlich motiviert beim Turnier."

"Die Resonanz bei den Jugendlichen ist sehr gut, deswegen veranstalten wir das Turnier mit Unterstützung vom Ministerium für Arbeit, Integration und Soziales", berichtet Spreitzer.

Auch die teilnehmenden Flüchtlinge waren ganz bei der Sache. Die Teams kämpften mit Ehrgeiz und Zusammenhalt um den Pokal.

Quelle: RP
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