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Leverkusen
"Karneval first - Jeck we can"

Leverkusen. War das ein Spaß, als Lothar Höveler, Präsident der KG Rote Funken, verkleidet als Donald Trump mit amerikanischer Hymne, Flagge und seinen Pagen Jasmin und Lisa als Sicherheitsleute in den Saal zog. Begleitet wurde er von zahlreichen Demonstranten, die per Plakat forderten: "Karneval first", "Jeck we can" oder "Alaaf you". "Wichtig ist", betonte Höveler auf der Forum-Bühne, "dass wir alle gemeinsam Karneval feiern und uns den Spaß nicht vermiesen lassen."

Schließlich machten Feiern und Lachen die Anziehungskraft des Fasteleers aus. Rund 1000 Besucher der Herrensitzung - mehr als im Vorjahr - applaudierten zustimmend. Ein braun gebranntes Nummerngirl im knappen Bikini war erster Programmpunkt. Es folgten unter anderem Cat Ballou, Paveier und Querbeat. Vor allem viele jüngere Männer, die vereinzelt Kostüme trugen, fuhren auf diese Musik ab. Einer von ihnen war Salvatore Zappia. "Ich liebe Karneval und feiere gerne", sagte der 52-jährige Leverkusener, der mit 15 Freunden gekommen war, die früher einmal selber aktiv tanzten und seit vielen Jahren zu den Stammgästen der Herrensitzung gehören.

Auf der Bühne lobte "Dä Tuppes vum Land" (Jörg Runge) nach seiner Reimrede: "Ihr habt ein sehr gutes Publikum." Literatin Dr. Anke Timm strahlte ob dieses Komplimentes. Sauer und empört reagierten die Männer aber, als es schon kurz nach dem Start keine "Pittermännchen" (Zehn-Liter-Fässer), sondern nur Fünf-Liter-Partydosen gab. Da hatte sich die Gastronomie wohl verkalkuliert. Nach einem klärenden Gespräch mit Vorsitzendem Siggi Kaschulla reagierte Geschäftsführerin Sybille Klings umgehend: Rasch war Nachschub organisiert, und als Entschädigung wurde nach der Sitzung für 30 Minuten zur "Happy Hour" mit vergünstigten Getränken eingeladen.

(kno)
 
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