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Leverkusen
Prinz Manfred I. regiert bald ganz Hitdorf

Jubiläumsfeier der " Hetdörper Mädche und Junge"
Jubiläumsfeier der " Hetdörper Mädche und Junge" FOTO: uwe miserius
Leverkusen. Bei der Jubiläumsfeier der " Hetdörper Mädche und Junge" wurde das Dreigestirn für die Session vorgestellt. Von Martina Wolter

"Karneval met Hätz", steht auf dem großen roten Herz, das sich die drei Herren in der Fährgarde-Uniform im "Hetdörper Mädche un Junge" (HMJ-Festzelt) vor die Brust halten. Sie strahlen, und man ahnt, dass sie das in stiller Vorfreude auf ihre Erwartungen in den nächsten Monaten tun. Nun ist es raus: Das Hitdorfer Dreigestirn für die Session 2015/2016 heißt Prinz Manfred I., Bauer Ekki und Jungfrau Kitty.

Der Prinz, Manfred Roggenbuck 49 Jahre alt, ist in Köln geboren und in Frechen aufgewachsen. Er ist verheiratet, hat zwei Söhne, arbeitete seit 1998 in Hitdorf und ist dann 2009 gleich auch dorthin gezogen. Er ist unter anderem. Gründungsmitglied des Vereins "Leben in Hitdorf", organisiert jährlich den Hitdorfer Weihnachtsmarkt – und ist bekennender FC Köln-Fan.

Kein Wunder, dass dieser Mann jeck ist. Er wurde in einer Session geboren und schon früh mit dem Karnevalsvirus infiziert. Roggenbuck ist Mitglied der Fährgarde und aktiver Tänzer. Für ihn stand schon lange fest: "Ich möchte mal Prinz im Hitdorfer Dreigestirn werden."

Bauer Ekki, Ekkehart Sepp, ist 52 Jahre alt. Er wurde in Essen geboren und ist dort aufgewachsen, bevor er 1999 nach Hitdorf umzog. Seine Frau Ulrike ist ebenfalls in der Fährgarde, genau wie sein Sohn Christian und seine Tochter Natalie.

Und Tochter Catharina tanzt bei der HMJ-Tanzgarde. Er ist seit elf Jahren aktives Mitglied der Fährgarde und zwar als Gardekoch. Bezeichnend: Sepp gibt unter anderem als Hobby "natürlich den Karneval" an. Für ihn stand immer fest: "Wenn im Dreigestirn, dann nur als Bauer."

Auch Jungfrau Kitty, Rainer Helm, ist karnevalistisch vorbelastet. Der 55-Jährige ist verheiratet, ebenfalls Mitglied der Fährgarde und aktiver Tänzer. Er wurde in Monheim geboren, ist aber "im schönsten Dorf am Rhein " (Hitdorf, d. Red.) aufgewachsen. Seinen Hobbys sind: Ehefrau, Motorradtouren und Wassersport – im Sommer, Fährgarde/Karneval und Ehefrau – im Winter. Der Gedanke, einmal in Hitdorf "die Jungfrau zu gegeben" hat ihn schon seit Jahren fasziniert.

Das neue designierte Hetdörper Dreigestirn ist übrigens seit der Gründung der "Hetdörper Mädche un Junge vun '93" das Jubiläums-Dreigestirn. Denn in den 21 Jahren zuvor gab es laut Festschrift "21 hervorragende Dreigestirne (auch Da mentrifolien), 21 wunderschöne Nelkenfreitagszüge (heute Schull- und Veedelszoch), die zu 90 Prozent bei schönem Wetter stattfanden. Heute hat der Verein 250 erwachsene und 80 jugendliche Mitglieder.

Wer hätte das damals bei der Karnevalsparty in einer Kellerbar auf dem Lohr gedacht, als einige Hetdörper Jecken über einen eigenen Hitdorfer Karnevalszug und ein eigenes Hitdorfer Dreigestirn nachdachten.

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