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Leverkusen
Das Dreigestirn wie es singt und lacht

Leverkusen: Das Dreigestirn wie es singt und lacht
Das designierte Dreigestirn stimmt sich auf eine fröhliche Session ein: Jungfrau Sandra, Prinz Angie I. und Bauer Rainer wollen die Hitdorfer Narren bei 70 bis 80 Auftritten in Stimmung bringen. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Hitdorf hat Tollitäten gefunden, die alle nötigen Voraussetzungen mitbringen. Am 18. November ist Proklamation. Von Leo Gores

Die Hitdorfer Jecken können sich gleich doppelt freuen. Die Suche nach einem Dreigestirn für die Session 2017/2018 war nicht nur erfolgreich. Die kommenden Tollitäten bringen auch die nötigen Qualitäten mit, die es braucht, um das närrische Fußvolk bei Laune zu halten. Das stellten Prinz Angie I. (Angela Kienow), Bauer Rainer (Kruczynski) und Jungfrau Sandra (Libitowski) schon bei ihrer Vorstellung in der Gaststätte "Alte Brauerei" unter Beweis.

Das Trifolium in spe zeigte sich trotz sommerlicher Temperaturen bereits in karnevalistischer Frühform und punktete mit der richtigen Mischung aus Begeisterungsfähigkeit, guter Laune, Bühnenpräsenz und gesanglichen Qualitäten. So ging allen Anwesenden das jecke Liedgut von "Eenmol Prinz zo sin" bis zur Hitdorfer Abwandlung von "Wenn dat Trömmelche jeht" gleich leichter über die Lippen. "Wir werden auch auf der Bühne singen", versprach das Trio, dem die Vorfreude auf die Session deutlich anzumerken war.

Vergessen war angesichts dieses Auftritts die Sorge der Hitdorfer, diesmal nicht fündig zu werden bei der Tollitätensuche. Am guten Ende spielten die eigens gedruckten Plakate, die für einiges Aufsehen gesorgt hatten, überraschend nur eine untergeordnete Rolle. Viel wichtiger war für das künftige Trifolium die Kirmes im Ort. Unter Vermittlung von Dr. Josef Landwehr, dem 1. Vorsitzenden der KG Hetdörper Mädche und Junge (HMJ) fanden die drei Kandidaten zusammen und wurden sich schnell über die Rollenverteilung einig, obwohl anfangs auch Bauer Rainer mit dem Posten als Jungfrau geliebäugelt hatte.

Aber gut möglich, dass er diesen Wunsch nur aufgeschoben hat. "Ich verhandele schon hart mit meiner Frau, dass ich das auch noch machen darf. Dann hätte ich alle drei Positionen komplett", betont der Prinz der Session 2009/2010 mit einem verschmitzten Grinsen. Der 63-Jährige ist trotz seines Geburtsorts in der karnevalistischen Diaspora (Essen) längst eine feste Größe im Hitdorfer Karneval, aktiv bei den Lohrer Lück und bei der Husaren-Tanzgarde, außerdem Mitglied im Verein der ehemaligen Dreigestirnsmitglieder.

Aber er befindet sich in guter Gesellschaft. Denn auch seine Mitstreiterinnen bringen genug jecke Erfahrung mit. Prinz Angie I. (58) schnupperte schon früh in den Karneval, baute mit an Wagen für den Zug, war lange bei den Lohrer Lück und ist seit vielen Jahren auch Mitglied der HMJ, in deren Tanzgarde ihre Tochter einst aktiv war. Der Mann von Jungfrau Sandra (46) war Prinz in Hitdorf (2008/2009). Sie selbst - nebenbei amtierende Kaiserin in der Schützenbruderschaft Monheim - hat schon in jungen Jahren Büttenreden geschrieben und gehalten.

Das künftige Dreigestirn bringt also vieles bereits mit und braucht nun nur eines noch: ein wenig Geduld bis zur Proklamation am 18. November, dem Startschuss in eine Session mit insgesamt rund 70 bis 80 Auftritten.

Quelle: RP
 
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