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Leverkusen
Ein Dreigestirn aus Spaß, Freude, Herzlichkeit

Leverkusen: Ein Dreigestirn aus Spaß, Freude, Herzlichkeit
Da i wird garantiert heiter: Das Hitdorfer Dreigestirn aus Jungfrau Manfrieda, Prinz Richy I und Bauer Ralfi ist am Samstag in der Stadthalle proklamiert worden. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Hit Hitdorf lief die Proklamation - und Bauer Ralfi verlief sich erstmal beim Blumenverteilen, während Jungfrau Manfrieda auf den Tischen tanzte und Prinz Richy I. dat Trömmelchen ging. Am Ende waren aller da, wo sie hingehören. Von Tobias Falke

Richard Klein hat Lampenfieber. "Et Trömmelche jeht", sagt er. Gänsehaut hat er auch schon. Als "Prinz Richy I." wird er in dieser Sessionszeit zum Hitdorfer Dreigestirn gehören. Gleich muss er in den Saal der Hitdorfer Stadthalle. Dabei ist der studierte Elektrotechniker noch nicht lange beim Hitdorfer Karneval dabei. Erst seit vier Jahren wohnt er hier. "Ich komme ursprünglich aus Haan und habe fast nur den Düsseldorfer Karneval gefeiert", erzählt er. In Hitdorf sei alles anders, sogar schöner als in Köln: "Hier geht es familiär zu, man singt viel mehr, da ist nicht alles so kommerziell." Er wolle unbedingt in dieser Session Herzlichkeit, Spaß und Freude verbreiten. Schließlich hätte der Karneval auch ihn nach einer Trennung wieder glücklich gemacht.

Eigentlich wollte Klein erst 2017/2018 die Rolle als Prinz. "Ich habe beim Karnevalszug auf einen Bierdeckel geschrieben, dass ich da dann auch mal der Prinz seien möchte", erzählt der vier mal elf Jahre alte Hobbykoch und -gärtner. Dass es jetzt so schnell gegangen ist, liegt an der Tatsache, dass er aus einer Bierlaune heraus mit Manfred Bludau und Ralf Kanzler entschieden habe, ein Dreigestirn zu stellen.

Per Informationsdienst Whatsapp informierte man den Ehrenvorsitzenden und Nachbarn Walter Gerhards von den Hetdörper Mädche und Junge. "Heutzutage geht alles über das Internet. Auch wir sind ja modern", scherzt Klein.

Kurze Zeit später stand das Dreigestirn fest: Prinz Richy I. mit Jungfrau Manfrieda und Bauer Ralfi. Als Letztgenannter am Abend der Bierlaune nach Hause kam, wusste er noch nicht, wie seine Frau reagieren würde. "Ich hatte ihr gesagt, ich müsse ihr was beichten", erinnert er sich, "sie dachte an viel schlimmere Sachen und musste herzlich lachen. Zum Glück hat sie ja auch eine Affinität zum Karneval."

So ähnlich war es auch bei Manfred Bludau. Der gebürtige Düsseldorfer, der in Monheim aufwuchs, lebt mit Dagmar Steinkühler zusammen: "Die Familie Steinkühler ist in Hitdorf ja ein Begriff. Dagmars Vater hatte sich früher immer einen Zug in Hitdorf gewünscht. Und ihre Mutter freut sich sehr, dass der Prinz jetzt aus der Familie kommt", betont er. Im nächsten Jahr werde dann auch geheiratet. Da würde es doch passen, dass er in dieser Sessionszeit die Jungfrau Manfrieda sei: "Meine Daggi heiratet dann eine klassische Jungfrau. Wo gibt es denn sowas noch heutzutage?"

Man merkt: Die drei Jungs sind gut drauf. Dann muss dat "Trömmelche" noch mehr gehen, denn bei der Proklamation gemeinsam mit der Fährgarde wird gleich zunächst das alte Dreigestirn um Prinz Manfred I., Bauer Ekki und Jungfrau Kitty verabschiedet. Dann öffnet sich die Tür, und das neue Dreigestirn begibt sich während des Motto-Liedes vom Eingang zur Bühne. Eigentlich. Bauer Ralfi hat sich verlaufen. Er verteilt Blumen und während Jungfrau Manfrieda auf den Tischen tanzt, wird auch schon die Vermisstenanzeige aufgegeben. Doch am Ende sind alle da, wo sie seien sollen. Das Dreigestirn erfüllt genau das, was sie zuvor versprochen haben: Spaß, Freude und Herzlichkeit.

Quelle: RP
 
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