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Leverkusen
Entscheidung zu Rosensonntagszug fällt heute

Leverkusen: Entscheidung zu Rosensonntagszug fällt heute
Die Neustadtfunken-Tänzerinnen zeigten am Rosenmontag auch ohne Zoch ihr Können - bewundert von Jecken, die eigentlich dem Umzug sehen wollten. Die Mädchen würde am 6. März mitgehen, gäbe es denn eine Zugwiederholung. FOTO: UM
Leverkusen. In der Sitzung der Bezirksvertretung II steht heute Nachmittag der Rosenmontagsumzug auf der Tagesordnung. Die Entscheidung, ob der Zug tatsächlich am 6. März wiederholt wird, fällt heute beim FLK. Von Ludmilla Hauser

Der Tagesordnungspunkt 9 auf der Agenda der heutigen Sitzung der Bezirksvertretung II behandelt einen derzeit besonderen Punkt: Brauchtumspflege. Konkret geht es um das Thema Finanzspritze für einen Nachholtermin des wetterbedingt ausgefallenen Rosenmontagszuges. CDU, SPD, Opladen Plus, Grüne, Bürgerliste und Linke "haben mich beauftragt, folgenden Eilantrag auf die Tagesordnung der Sitzung zu nehmen", notiert Bezirkvorsteher Rainer Schiefer im Beratungspapier: "Der Stadtbezirk II stellt dem Festausschuss Leverkusener Karneval für den neu angesetzten Rosenmontagszug in Opladen, am 6. März 2016, 3000 Euro aus seinen im Haushalt für 2016 verankerten sogenannten ,Kleinen Mitteln' zur Verfügung."

Weil der Rosenmontagszug frühzeitig wegen einer Sturmwarnung habe abgesagt werden müssen, hätten die 2000 ehrenamtlichen Zugteilnehmer eine große Enttäuschung erfahren, "da die ganzen monatelangen Vorbereitungen der Wagen, Kostüme etc. umsonst waren. Ebenso konnte das aus eigenen Mitteln beschaffte Wurfmaterial keine Verwendung mehr finden. Die Mengen sind ja nicht mal so eben in Kindergärten oder bei Flüchtlingskindern zu verteilen", heißt es weiter. Hinzu kämen die Kosten des FLK für Sicherheitsdienste, die bereit standen, und Musikapellen.

"Mit den anderen Zügen in Leverkusen kommen jährlich weit über 100.000 Zuschauer zusammen. Ein Großteil aus Nachbargemeinden. Die Werbewirksamkeit dieser kulturellen Brauchtumsveranstaltungen für Leverkusen ist nicht zu unterschätzen", schreibt Rainer Schiefer weiter. "Der Zuschuss des Stadtbezirks II soll dazu beitragen, die nicht vorgesehenen Kosten mit aufzufangen."

Indes scheint das Interesse der Teilnehmer am Rosensonntagszug am 6. März vorerst durchwachsen zu sein, berichtet Manfred Luxem vom FLK. Stefan Hebbel, Präsident der Neustadtfunken erfährt derzeit Ähnliches: "Die Stimmung ist gemischt: Die Einen sagen, Karneval ist vorbei, die Anderen sind für die Zugwiederholung. Wir würden mitgehen, wenn der Umzug stattfindet. Wir haben die Kamelle, und es ist auch eine schöne Möglichkeit, den Zug nachzuholen", sagt Hebbel und betont: "Und ich finde, der Prinz muss auch einen Opladener Zug haben, sonst fehlt ihm einfach was." Die Neustadtfunken allerdings würden statt mit großem Wagen per pedes kommen: "Alle Aktiven zu Fuß. Einschließlich mir", ergänzt Hebbel lachend. "Unter anderem nämlich ist unser großer Wagen in Bergisch Gladbach wieder zwischen anderen Wagen eingeklemmt."

Die Altstadtfunken werden definitiv nicht mitgehen. "Wir haben am vergangenen Freitag beim Fischessen abstimmen lassen. Die Mehrheit war dagegen", erzählt Präsident Rainer Martins. Das Kinder- und Jugendcorps habe allerdings Interesse signalisiert, am Nachholzug teilzunehmen. "Wenn sie wollen, können sie natürlich gehen", betont Martins. An regulären Rosenmontagszügen nehmen rund 100 Altstadtfunken teil. Martins ergänzt: "Insgesamt finde ich die Zeit für die Organisation des Zuges sehr knapp bis zum 6. März."

Uwe Beenen, Vorsitzender DRK-Ortsverein Opladen (das DRK Opladen ist bei den Rosenmontagszügen als Hilfsdienst im Einsatz), ist gespannt auf die Entscheidung: "So kurzfristig die ehrenamtliche Manpower zur Verfügung zu haben, ist für uns eine Herausforderung - der wir natürlich uns stellen, wenn der Zug laufen sollte." Die Entscheidung, ob es den Nachholtermin am Rosensonntag, 6. März, geben wird, will der FLK laut Luxem am Abend in der Vorstandssitzung fällen.

Quelle: RP
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