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Leverkusen
Rekordzulauf bei der Stadtgarde

So jeck war das Wochenende in Leverkusen und Leichlingen
So jeck war das Wochenende in Leverkusen und Leichlingen FOTO: Miserius, Uwe
Leverkusen. Während der Sitzung waren zahlreiche - unerwartete - Programmänderungen nötig. Die Gäste hatten trotzdem Spaß. Von Gabi Knops-Feiler

Nerven bewahren hieß es für Literat Rolf Schumacher bei seiner letzten Sitzung, die er am Samstag für die Karnevalsgesellschaft (KG) Stadtgarde Opladen organisierte. "So etwas habe ich in all den Jahren noch nicht erlebt", bilanzierte er. Schon nach dem pünktlichen Einmarsch des Offiziers- und Tanzkorps gemeinsam mit dem Tanzpaar Alina und Patrik Recktenwald gab es den ersten Ausfall. Das gebuchte "Köln Kartell" sagte noch nicht mal den Termin ab. Aber selbst zahlreiche weitere Programmänderungen vermochten den Literaten nicht aus der Fassung zu bringen. Dafür sei er zu lange im Geschäft, insgesamt seit 23 Jahren.

"Ich habe das jetzt lange genug gemacht", sagte Schumacher, betonte aber zugleich, dass er dem FLK als Literat erhalten bleibe. Einen Nachfolger für sein Amt gibt es bislang nicht. Schumacher ist jedoch zuversichtlich, dass sich unter den neun Aktiven der Stadtgarde jemand finden werde.

Hoch das Bein: Korpstänzerin Alina Recktenwald zeigte bei der Gardesitzung der KG Stadtgarde in der Stadthalle ihr Können. FOTO: Uwe Miserius

Allerdings stehen für die nächste Hauptversammlung weitere Rücktritte an. Mangels Stadtgardisten - einen Elferrat zu bilden, ist nicht mehr möglich - zierten Clownspuppen im Stadtgarde-Outfit die Bühne vor dem historischen schwarz-weiß-Bild aus Opladen, so dass Präsident Thomas Lingenauber vor einer bunt-fröhlichen Kulisse moderierte.

Die anfängliche Lücke - vom Publikum mit viel Verständnis honoriert - überbrückten der Opladener Unterhaltungskünstler Wilfried Breuer und den Stammtisch Historische Völker aus Köln. Als hätte er es geahnt, hatte ein Stadtgarde-Senator an diesem Abend den Auftritt dieses Musikzuges spendiert.

Pech hatte eine Opladener Geburtstagsgesellschaft, die eigentlich mit 16 Leuten feiern wollte. Aber der Gastgeber musste überraschend ins Krankenhaus, so dass nur vier Gäste kamen. Den Tisch habe man später noch verkaufen können, berichtete Literat Schumacher. Überhaupt habe man, trotz des Wetters, noch nie so viele Karten an der Abendkasse verkauft.

Bei Bombenstimmung ging es weiter, unter anderem mit Bauchredner Gérard und seinen Puppen Dino und Freddy, der Kölner Nachwuchsband "Fünf Jraad" sowie dem Tanzcorps "Die Schlebuscher", die für ihre tollkühne Bühnenschau die erste Rakete des Abends einheimsten.

Knaller des Abends war das "Heddemer Dreigestirn". Die drei Männer, die das Publikum vor Jahren als "Drei Tenöre" begeisterten, strapazierten jetzt erneut die Lachmuskeln. Den Schlusspunkt setzte der Prinzenauftritt, so dass FLK-Präsident Uwe Krause gerade pünktlich kam, um Wilfried Breuer zum Geburtstag zu gratulieren.

Hier gibt es Bilder vom jecken Karnevals-Wochenende in Leverkusen und Leichlingen.

Quelle: RP
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