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Leverkusen
Wenn Kobolde und Clowns im Rudel singen

Leverkusen: Wenn Kobolde und Clowns im Rudel singen
Fesches Kostüm mit irischem Touch: Die Kobolde mit den Goldtöpfen waren zum ersten Mal beim Rudelsingen im Forum-Terrassensaal dabei. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Bei der vierten Auflage von "Leverkusen singt" gab es allerhand verrückte Kostüme von insgesamt 750 Jecken zu bestaunen. Von Gabi Knops-Feiler

Als sich zum Schluss- und Höhepunkt noch einmal alle fünf Chöre auf der Bühne im Forum-Terrassensaal versammelten und den Besuchern "Kutt joht heim" wünschten, da wollten die wenigsten Gäste gleich nach Hause eilen. Sie waren noch ganz beseelt von diesem vierten Mitsingkonzert. Es war aber auch zu schön gewesen. Der Start mit dem Damenchor Bergisches Echo fiel noch bedächtig aus. Die als Clowns verkleideten Herren des Männergesangvereins Hitdorf legten eine Schippe zu, nachdem Vorsitzender Hans Werner Rauen die Gelegenheit nutzte, um Werbung für die Matinee und das Konzert im 170-jährigen Jubiläumsjahr zu betreiben. Beim Zwischenspiel mit "Love is in the air", präsentiert durch Sebastian Poullie und Gitarrist Chris Chord, schien das Publikum allmählich in Fahrt zu kommen.

Als der MGV Lützenkirchen mit seinem Solisten Ralf Peters erst "Hey Kölle" sang, ehe sie mit weiteren Playback-Titeln "Dicke Mädchen" und "Schenk mir dein Herz" (Höhner) sowie "Polka" (Brings) nachlegten, waren rund 750 überwiegend bunt kostümierte Jecken kaum noch zu bremsen. Die meisten standen auf, tanzten und waren glücklich im Gesang vereint. So erging es auch den Kobolden mit den Goldtöpfen, die zum ersten Mal dabei waren, weil sie "singen und Spaß haben" wollten, wie Gabi Velser beschrieb.

Aber es gab noch mehr Gäste, die ihre Mitsing-Premiere erlebten. Zum Beispiel die Zwillingsschwestern Lotte Wahlen aus Manfort und Else Jüngel aus Quettingen, die sagten: "So lernt man auch mal die Chöre kennen." Oder Marjanne Schmitt aus Opladen, die erst keine Ahnung hatte, was sie erwartete, schließlich aber ganz begeistert war. "Ich singe doch so gerne und komme hier voll auf meine Kosten."

Heidi Jetten aus Steinbüchel war beim ersten Mal dabei, als die Mitsingabende noch kurz vor Weihnachten stattfanden. Und weil sie diesmal ihren 80. Geburtstag feierte, bekam sie neben Blumen auch noch ein Ständchen vom ganzen Saal.

Das "Rudelsingen", finanziert von den Genossenschaften der Region, ist nach Ansicht von Initiator Arthur Horvath ein Rezept, das sich bewährt hat. Nachdem er die Veranstaltung im Vorjahr wegen Krankheit nicht selbst moderieren konnte, überließ er das Mikrofon in diesem Jahr von vorneherein dem Radio Leverkusen-Sprecher Sebastian Poullie und Chorleiterin Kathrin Mantke, weil sie "das zuletzt so toll gemacht haben."

Er genoss es, als Zuschauer dabei zu sein. Aber nicht nur, denn der Leverkusener Singer Songwriter beteiligte sich mit dem Kasalla-Titel "Immer noch do". Übrigens: Der Erlös kommt seinem Kulturprojekt "Young-Stage" zugute.

Quelle: RP
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