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Leverkusen
Karnevalistischer Frühschoppen mit 120 feierfreudigen Jecken

Leverkusen. Ab sofort haben die Altstadtfunken eine neue Hymne. Dafür gesorgt haben drei junge Männer, die eigentlich zur Tanzgarde gehören. Beim karnevalistischen Frühschoppen der Opladener Gesellschaft am Sonntag zeigten "Die Einmaligen" Frank Goldkamp, Karsten Lenz und Sascha Nendza, dass sie auch singen können. Den Kasalla-Titel "Stadt met K" hatten sie umgewandelt zu "Verein mit A". Nicht nur Präsident Rainer Martins, auch 120 teilweise kostümierte Gäste waren begeistert. Von Gabi Knops-Feiler

Pünktlich um 11 Uhr startete im Funkenturm die erste Party des neuen Jahres. Senatspräsident Norbert Ross und viele andere freuten sich auf ein Wiedersehen mit der Altstadtfunken-Familie. Zur Eröffnung präsentierte das Kinder- und Jugendtanzcorps seine neuen Tänze, während die Regimentskapelle im "Gepäcknetz" auf der Empore aufspielte.

Vorsitzender Norbert Esser sagte, es sei höchste Zeit, dass es endlich wieder losgehe. Angesichts der kurzen Session habe die Gesellschaft bis Rosenmontag an jedem Wochenende Programm. Bereits am nächsten Samstag feiert die Jugend ihre Party im Turm unter dem Motto "Weihnachten war gestern". Einen Tag darauf folgen Regimentsmesse und Funkenappell, ehe beim "Ball Intern" mit geladenen Gäste im großen Saal des Bayer Kasinos zum achten Mal der Titel des "Ehrenfunk" vergeben wird. Wer neuer Ehrenfunk wird, ist schon lange kein Geheimnis mehr. "Ne bergische Jung" - Willibert Pauels - erhält die Auszeichnung laut Vorstand "für seine Verdienste um den rheinischen Karneval und den Spagat zwischen Karneval und Kirche".

Um den rheinischen Karneval drehte sich auch die gereimte Büttenrede von "Nubbel" Michael Hehn, der leise und nachdenkliche Töne anschlug, als er sich mit ätzender Kritik über die Oktoberfest-Mentalität in der fünften Jahreszeit ausließ. Dem Opladener Eigengewächs "Oli der Köbes" (Oliver Materlik) gefiel es dank der Wohnzimmeratmosphäre im Funkenturm so gut, dass er sich der Gesellschaft spontan als Senator anpries.

Nach der Pause begeisterte "De Frau Kühne" (Ingrid Kühne) aus Xanten mit Familien-Geschichten. Der Altstadtfunken-Vorstand war beim Kajuja-Vorstellabend in Köln auf sie aufmerksam geworden und hatte sie spontan engagiert. "Toll gemacht", lobte sie vor ihrem Auftritt das Engagement des Vereins für den Wasserturm. Da sie mit ihrer Familie ein Haus aus dem Jahr 1860 bewohnt, weiß sie um den Aufwand zum Erhalt solcher Altertümer.

Quelle: RP
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