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Leverkusen
Keine Handhabe gegen Randalierer

Leverkusen: Keine Handhabe gegen Randalierer
Das ehemalige Verwaltungsgebäude des Ausbesserungswerks der Deutschen Bahn in Opladen ist in einem desolaten Zustand. FOTO: Susanne Genath
Leverkusen. Die Polizei sagt, ohne Anzeigen könne sie gegen die Rowdys wenig machen. Von Susanne Genath

Der Vandalismus durch Jugendliche in der Neuen Bahnstadt Opladen ist nach Angaben der Polizei ein Problem. "Es ist uns bekannt, dass sich in dem leerstehenden Gebäude an der Werkstättenstraße immer wieder Jugendliche treffen", berichtet ein Polizeisprecher. "Wenn sie dort aber etwas beschädigen, können wir nichts machen, solange der Eigentümer keine Anzeige erstattet." Schließlich handele es sich um Privateigentum. Den Beamten seien lediglich am 6. März eine Farbschmiererei gemeldet worden, am 23. März ein brennender Mülleimer. Außerdem hatte am Ostersonntag die Feuerwehr ausrücken müssen, weil dort Unrat gebrannt hatte. 36 Einsatzkräfte waren vor Ort.

Darüber hinaus sei der Polizei nicht der Eigentümer des Gebäudes auf dem früheren Bahngelände bekannt gewesen. "Das haben wir erst durch die Berichterstattung der Rheinischen Post erfahren." Das Gebäude sei nämlich aus polizeilicher Hinsicht nur unzureichend gesichert. Der Bauzaun auf der Rückseite des Gebäudes - auf dem übrigens die Plakate des Investors "Cube Real Estate" hängen - reiche nicht aus, wie die vielen eingeworfenen Fenster- und Türscheiben zeigten. Um das Gebäude herum liegen zahlreiche Scherben verstreut. "Die Sicherungspflicht obliegt dem Eigentümer", stellt der Bahnsprecher klar.

Der zuständige Bezirksbeamte habe auch schon versucht, den Eigentümer zu ermitteln, doch seien die Eigentumsverhältnisse unklar gewesen. Die Kölner Firma "Cube Real Estate" hat das ehemalige Bahngebäude nach eigenen Angaben zwar gekauft, es befinde sich aber noch im Übergang. Das Unternehmen hat dort allerdings schon einen Wachdienst eingesetzt und bereits verstärkt.

Heute will es die Pläne für das Gebäude an der Werkstättenstraße vorstellen. In Kürze sollen Teilabriss und Kernsanierung starten. Dann hofft der Investor, dass auch der Vandalismus ein Ende hat.

Die städtische Bauaufsicht will heute laut Stadt einen Kontrolleur dorthin schicken, um zu prüfen, ob der Eigentümer weitere Sicherungsmaßnahmen ergreifen muss.

Quelle: RP
 
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