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Leverkusen
Kids sprechen mit Fußballer über Rassismus

Leverkusen: Kids sprechen mit Fußballer über Rassismus
Bayer 04-Fußballer Roberto Hilbert sprach mit Schülern. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das "Fanprojekt Leverkusen" ermöglichte 35 Schülern Tuchfühlung mit Stars wie Roberto Hilbert. Von Tobias Falke

Für 35 Schüler ging ein Traum in Erfüllung: Sie durften auf dem Bayer-04-Gelände den Fußballstars über die Schulter schauen. Aber nicht nur das öffentliche Training war Teil ihres Ausfluges. Das "Fanprojekt Leverkusen" hatte im Vorfeld die Schüler aus Neuss und Leverkusen zu einem Projekttag gegen Rassismus und Diskriminierung in die BayArena eingeladen. Geleitet wurde dieser besondere Tag von René Breiwe, Lehrer an einer Neusser Privatschule: "Die Schüler hatten eine Arbeitsgemeinschaft, in der sie das Thema Rassismus bereits aufgearbeitet haben", berichtete Breiwe. Die Schule sei auch Mitglied im Netzwerk "Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage" , sagte er.

Die Schüler waren mucksmäuschenstill, als Roberto Hilbert den Raum betrat. So nah und persönlich hatten sie einen Fußballspieler noch nie gesehen. Hilbert sprach über seine Erfahrungen, die er unter anderem in der türkischen Liga gemacht hat. "Das ist schon ein kleines Highlight für die Schüler", betonte Stefan Thomé, Leiter des Fanprojekts. "Natürlich stellen die Schüler viele sportliche, aber auch private Fragen. Roberto Hilbert spricht auch ganz offen über seine negativen Erfahrungen zum Thema Rassismus. Die Kids sind total begeistert", sagte Thomé erfreut. Zu den Inhalten des Projekttages gehört ein Workshop zum Thema "Rassismus und Fußball/Nazis in der Kurve" mit Erläuterungen zu den Themen Ultras, Choreos, Sicherheit und Fankultur. "Wir wollen die Kids sensibilisieren. Wir analysieren mit den Schülern einzelne Gesänge, schauen Videos aus der Fanszene. Wenn die ganze Kurve beleidigende Gesänge grölt, dann macht jeder mit. Wir wollen die Schüler aufmerksam machen, was eigentlich genau gesagt wird, was es bedeutet und sie sich dann im vorneherein überlegen, ob sie da tatsächlich mitmachen möchte", erläuterte Thomé.

Die Aktion mit den Neusser Schülern war Teil der sogenannten FARE-Wochen (Football against Racism in Europe). FARE ist eine europäische Dachorganisation für alle Institutionen und Einzelpersonen, die sich dem Kampf gegen Rassismus, Diskriminierung und Fremdenfeindlichkeit im Fußball widmen und sich vereint gegen Ausgrenzung und für mehr soziale Integration einsetzen.

Quelle: RP
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