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Leverkusen
Kinder erforschen in Solingen Verblüffendes

Leverkusen: Kinder erforschen in Solingen Verblüffendes
Kinder und Jugendliche sind aufgefordert, im Industriemuseum selbst Hand anzulegen und Experimente zu wagen. FOTO: Martin Kempner (Archiv)
Leverkusen. "Ist das möglich?" heißt die Mitmach-Ausstellung im Industriemuseum in Solingen. Sie richtet sich speziell an junge Besucher. Von Susanne Genath

Balancieren über eine Slackline, Gewichtheben mit einer riesigen Hantel oder das Testen eines strahlengeschützten Portemonnaies - all das bietet die interaktive Sonderausstellung "Ist das möglich?" im Industriemuseum des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) in Solingen. Die Ausstellung richtet sich speziell an Kinder und Jugendliche und stellt auf spielerische Weise verblüffende Eigenschaften ganz alltäglicher, aber auch moderner Hightech-Materialien vor.

Steht in den Dauerausstellungen des LVR-Industriemuseums an der Merscheider Straße die Geschichte der Industrien im Vordergrund, in denen Papier, Metall und Textil produziert und verarbeitet wurden, so dreht sich bei "Ist das möglich?" alles um die Materialien selbst. Im Mittelpunkt stehen sowohl jüngste Innovationen der Materialwissenschaft als auch schon länger genutzte Phänomene, bei denen man sich fragt: Ist das wirklich möglich? Zum Beispiel: Wieso kann ein Elefant über Blechdosen laufen? Und wodurch können Fasern Pistolenkugeln aufhalten?

Dies erforschen die Besucher an Mitmachstationen experimentell-interaktiv selbst. Mit skurrilen Geschichten rund um Rekorde und historischen Anekdoten werden die Experimente jeweils in einen größeren Kontext eingebettet.

Das erworbene Wissen wird in einem großen Abschlussquiz getestet. Im Charakter einer TV-Show nehmen die Gäste an dem interaktiven Quiz teil - mit Buzzern, Showmaster und allem drum und dran. So werden Ehrgeiz und Forschergeist geweckt.

Die historische Gesenkschmiede Hendrichs ist ein ganz besonderes Museum. Von 1886 bis 1986 wurden dort Scherenrohlinge geschmiedet. Das alte Fabrikensemble mit den Gebäuden aus roten Backsteinen, den typischen schrägen Sheddächern und den hohen Schornsteinen hat sich kaum verändert.

Alle Maschinen, die Fallhämmer, Pressen und Fräsmaschinen, alle Werkzeuge, auch die Werkbänke für die Werkzeugmacher sind noch komplett vorhanden. Und so können die Gäste die Geschichte der Solinger Scheren-Industrie hautnah erleben: wie die Rot glühenden Spaltstücke unter lautem Getöse zu Scherenrohlingen geschmiedet werden, wie es knallt und bebt.

Auch der Umkleideraum mit den alten Spinden, der Waschraum, das Maschinenhaus und das Kontor mit der klappernden Schreibmaschine stehen noch an ihren Plätzen und warten darauf, entdeckt zu werden. Nebenan bietet die Firmenvilla von 1896 Einblicke in die Lebenswelt der Fabrikantenfamilie. Dort befindet sich auch das Museumsrestaurant.

Quelle: RP
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