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Leverkusen
Klinik-Chef: "für mehr Lohn auch mehr Umsatz"

Leverkusen: Klinik-Chef: "für mehr Lohn auch mehr Umsatz"
Das Klinikum-Führungstrio (v.l.) Prokurist Andreas Weiß, Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann und der Ärztliche Direktor Dr. Jürgen Zumbé stellten gestern die finanzielle Situation des städtischen Klinikums vor. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Das städtische Krankenhaus an der Dhünn fährt weiter einen Expansionskurs. 2017 werden mehrere neu gebaute Stationsbereiche eröffnet. Unter anderem die Isolierstation und die Neurologie mit Schlaganfallzentrum. Von Gabi Knops-Feiler

Die Tarifverhandlungen im Öffentlichen Dienst bereiten Klinikum-Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann Sorgen. An der Qualität werde sich im Klinikum nichts ändern, versprach Zimmermann. Gleichwohl müsse er darauf drängen, "dass wir bei gleichbleibendem Personal den Umsatz erhöhen", verdeutlichte er am Rande der gestrigen Bilanzpressekonferenz im Beisein von Prokurist Andreas Weiß und dem Ärztlichen Direktor Jürgen Zumbé.

Insgesamt 33.500 Patienten wurden 2015 im Klinikum stationär behandelt und von den insgesamt 2500 Mitarbeitern versorgt. Trotz gesunkener Verweildauer (minus 0,1 Tage) und einem Umsatz von 146 Millionen Euro (plus 3,8 Prozent) habe das Klinikum ein "kleines positives" Ergebnis, sprich 218.000 Euro Überschuss, erwirtschaftet, berichtete Zimmermann. Somit seien jährliche Investitionen abgedeckt, wie etwa die 2015 gestartete Aufstockung, die unter anderem - auf Bitten und Drängen des städtischen Fachbereichs Gesundheit und der Bezirksregierung - eine Isolierstation und eine Klinik für Neurologie mit Schlaganfallstation vorsieht. Mit dem OP-Zentrum für Kurzzeitchirurgie und für Ambulante Operationen soll dort überdies ein Vorzeigeobjekt etabliert werden. Zeitgleich werden mit der Bündelung der Physiotherapie im Untergeschoss des Funktionsgebäudes Synergien zur stationären Versorgung der Patienten erschlossen. Die Eröffnung sämtlicher neuen Stationen und Funktionsbereiche ist für spätestens Anfang 2017 geplant.

Nicht minder positive Ergebnisse (249.000 Euro Jahresüberschuss) hat die Service GmbH als hundertprozentige Tochtergesellschaft vorgelegt. Das Geld werde benötigt, um "erhebliche Investitionen" wie Parkhaus, Ärztehäuser, Küche, Versorgung oder Hauswirtschaft zu finanzieren. Der Wäschereibetrieb wurde allerdings zur Jahreswende aufgegeben.

"Unser Auftrag besteht darin, die bestmögliche Gesundheitsversorgung für Leverkusen und die Region zu realisieren. Dazu investieren wir nach Kräften in die vorhandenen Strukturen", sagte Zimmermann, der erst kürzlich den Vorsitz im Krankenhausverbund "Arbeitsgemeinschaft der kommunalen Krankenhäuser Rhein/Berg" übernommen hat.

Das bedeutet, auch 2016 werden die Strukturen im Gesundheitspark weiterentwickelt. Und zwar vor allem durch Aufstockung und Ausbau eines Gebäudes, in dem künftig auch ein neuer Kreißsaal für die geburtshilfliche Abteilung und das Mutter-Kind-Zentrum untergebracht ist. "Ob wir das in neun Monaten schaffen, kann ich aber nicht versprechen", erklärte Zimmermann lachend. Außerdem bietet der Landschaftsverband Rheinland (LVR) künftig je 30 Plätze für psychiatrische tagesklinische und stationäre Behandlungen auf der zweiten und dritten Etage eines weiteren Gebäudes an, das dem LVR dann in Teileigentum übertragen wird.

Quelle: RP
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