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Leverkusen
Klinikum schenkt sich einen Kräutergarten

Leverkusen: Klinikum schenkt sich einen Kräutergarten
"Ein außergewöhnliches Geschenk": Klinikum-Geschäftsführer Hans-Peter Zimmermann (M.) berichtete Oberbürgermeister Uwe Richrath (l.) und weiteren Besuchern von den heilenden Wirkungen so mancher Kräuter. FOTO: Uwe Miserius
Leverkusen. Bei der Feier zu seinem 60-jährigen Bestehen verzichtete das Krankenhaus auf einen Festakt und ein Kammerorchester. Von Tobias Falke

Im Oktober 1956 wurde das Städtische Krankenhaus Leverkusen mit 429 Betten und fünf medizinischen Abteilungen eröffnet. Jetzt - 60 Jahre später - ist das Klinikum Leverkusen nach vielen Jahren "trotz voller Innovationen und Entwicklungen in Medizin, Pflege, Therapie und Management im Kern immer ein kommunales Krankenhaus geblieben", meint Hans-Peter Zimmermann, Geschäftsführer des Klinikums. Für ihn bedeute kommunales Krankenhaus, gleichzeitig auch ein volksnahes Krankenhaus zu sein. Um diesen besonderen Charakter herauszustellen, wurde symbolisch am neuen Kräutergarten des Gesundheitsparks an der Semmelweisstraße das Jubiläum gefeiert.

"Bewusst haben wir auf einen Festakt mit Kammerorchester und Werken von Bach und Mozart, wie unsere Stadtväter vor 60 Jahren, verzichtet und auf ein Miteinander mit den ehemaligen und heutigen Akteuren sowie den Bürgern und Nachbarn auf der grünen Wiese gesetzt", erzählt Hans-Peter Zimmermann. Gemeinsam mit Oberbürgermeister Uwe Richrath, dem ärztlichen Direktor Dr. Jürgen Zumbé sowie dem Landschaftsarchitekt Sven Peuker wurde der Kräutergarten feierlich eröffnet. Für Richrath ist es eine "besondere Freude, dass das Klinikum nicht nur verstärkt auf gute Nachbarschaft setzt, sondern gleichzeitig mit diesem Schritt auch die kulturhistorische Achse 'Schlebuscher Heide' wiederbelebt. Das wird unser Stadtbild ohne Zweifel noch schöner und sympathischer machen."

Durch den Kräutergarten verbindet das Klinikum das so genannte "Urban Gardening" mit einer deutlichen Aufwertung der Verweilqualität im Gesundheitspark, außerdem gibt es auch noch einen neuen Rasen-Boule-Platz, der zu Wettkämpfen einlädt. "Wir machen uns mit dem Garten zum 60-jährigen Jubiläum ein außergewöhnliches Geschenk. Denn mit diesem Projekt sorgen wir für eine deutliche Wohnumfeld-Verbesserung für unsere Nachbarn", führte der Klinikum-Geschäftsführer aus.

Auf der 600 Quadratmeter großen, ehemaligen Rasenfläche befindet sich nun ein Areal voller Kräuter. Geht man durch den Garten, werden einem nicht nur die verschiedensten Kräuter benannt, sondern auch erläutert, welche gesundheitlichen Nutzen sie haben. Zum Beispiel erfährt man, welche Wirkstoffe im Knoblauch zu finden sind, dass man ihn besonders bei Arteriosklerose, Bluthochdruck oder hohem Cholesterinspiegel verwenden sollte und in Öl, roh, gebraten im Essen, als Saft, Tabletten, Tee oder in Kapseln zu sich nehmen kann. Für die Körperzone Magen-Darm empfiehlt eine Gesundheits-Tafel zum Beispiel Bärlauch, da dieser galle- und harntreibend wirke. Auch der Hinweis, dass er mitunter mit dem (giftigen) Maiglöckchen verwechselt wird, wird gegeben.

Landschaftsarchitekt Sven Peuker hofft, dass der Garten, der für jede soziale Gruppe etwas bieten soll, noch sehr lange für die Bürger Leverkusens erhalten bleiben wird und dass Vandalismus oder Ähnliches möglichst einen großen Bogen darum machen werden. Immer wieder besucht er seine Projekte und schaut sich an, was aus ihnen geworden ist und wie die Menschen in der Umgebung sie angenommen haben. Beim Klinikum Leverkusen und seiner Nachbarschaft ist er diesbezüglich sehr zuversichtlich.

Quelle: RP
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