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Leverkusen
Klinikum und Stiftung wollen mit "Herzwoche" aufklären

Leverkusen: Klinikum und Stiftung wollen mit "Herzwoche" aufklären
FOTO: Miserius Uwe
Leverkusen. Das malerische rote Herz steht sinnbildlich für Liebe und Güte - Eigenschaften, für die es sich zu leben lohnt. Und so ist auch das menschliche Herz einer der wichtigsten Bestandteile unseres Lebens. Aber: In Deutschland leiden laut der Deutschen Herzstiftung zwei bis drei Millionen Patienten an einer Herzschwäche - Tendenz steigend. Rund 300.000 Neuerkrankungen kommen jedes Jahr hinzu, nahezu eine halbe Million Menschen müssen pro Jahr im Krankenhaus behandelt werden, 50.000 sterben jährlich an dieser Krankheit. Von Tobias Falke

Was kann man tun, damit diese Zahlen sich auf ein Minimum beschränken? "Es muss ins Bewusstsein der Menschen, dass sie aktiv gegen eine Herzerkrankung gegensteuern können", betont Peter Schwimmbeck, Direktor der Medizinischen Klinik 1 (Kardiologie, Internistische Intensivmedizin, Hochdruckkrankheiten) am Klinikum Leverkusen. Deshalb müsse bereits früh Vorsorge getroffen werden: "Das fängt schon in der Schule an. Jugendliche haben daran fast kein Interesse mehr", sagt er. Dass man mittlerweile in Leverkusen Bildungsstätte wie die Marienschule Opladen oder das Freiherr-vom-Stein-Gymnasium in Schlebusch besuche, um mit den Schülern ein Reanimationstraining zu absolvieren, begrüßt er, fordert aber gleichwohl mehr Initiative seitens der Politik und Wirtschaft. Die skandinavischen Länder hätten gegen ein technisch so fortschreitendes Land wie Deutschland die Nase klar vorn im Bereich der Reanimation. Da müsse in Zukunft intensiver nachgeholfen werden.

Die Herzinsuffizienz sei 2016 der häufigste Grund für Krankenhausaufenthalte gewesen, sagen unter anderem Gabriele Andreae und Claus Hintsch, Beauftragte der Deutschen Herzstiftung in Leverkusen. Sie wollen nun mit der Herzwoche Ende des Monats die Bürger über Präventionsmaßnahmen aufklären. In Leverkusen gäbe es bereits zahlreiche Defibrillatoren in Apotheken, Banken oder im Rathaus. Aber wer könne diese auch bedienen? Die Referenten Wolfgang Mayer-Berger (Ärztlicher Direktor der Klinik Rodenbirken), Bernd Weidmann (Leitender Oberarzt, Klinikum) und Peter Schwimmbeck wollen über Herzinsuffizienzen gründlich informieren und etwa erläutern, wie der Stand der Technik ist und wie die Lebensqualität verbessert werden kann. Vor Ort wird ein kostenfreies Reanimationstraining angeboten.

Die Veranstaltung "Herzwoche" findet am Samstag, 25. November, im Forum (Am Büchelter Hof) von 10 bis 13 Uhr statt. Der Eintritt ist frei.

Quelle: RP
 
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