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Leverkusen
Klinkenputzen für die Radtrasse

Rundgang auf der Balkantrasse
Rundgang auf der Balkantrasse FOTO: Achim Bartoschek
Leverkusen. Bei ihrer Versammlung berichteten die Mitglieder des Fördervereins Balkantrasse über bisherige Erfolge und diskutierten weitere potenzielle Geldquellen. Unter anderem werden bald "Balkantassen" verkauft. Von Gabi Knops-Feiler

"Wir alle haben einen Traum", sagte Karl-Friedrich Weber, Vorsitzender im "Verein der Freunde und Förderer der Balkantrasse", bei der ersten Mitgliederversammlung im Versammlungsraum der Volksbank Rhein-Wupper. "Den Traum, durch einen Rad- und Wanderweg auf der so genannten 'Balkantrasse' ein wunderschönes Stück Leverkusen Wirklichkeit werden zu lassen."

Nun scheint der Traum immer mehr in greifbare Nähe zu rücken. Erst am vergangenen Mittwoch hatte sich die SPD den Plänen des Vereins angeschlossen und einen Antrag auf Ausbau des Alleenradweges gestellt. Auch in der Bevölkerung kommt das Vorhaben gut an: Innerhalb von 17 Monaten nach Gründung zählt der Verein , der den Ausbau eines etwa 5,8 Kilometer langen Teilstücks auf der ehemaligen Bahnstrecke ermöglichen möchte, 1150 Mitglieder.

45 000 Euro in der Vereinskasse

Zur Sicherung des laufenden Unterhalts reichten die Mitglieder-Beiträge schon mal aus, versicherte Schatzmeister Manfred Haußmann bei der Versammlung. Die Kasse weise aktuell fast 40 000 Euro aus. Darin noch nicht eingerechnet ist die 5000-Euro-Spende, die Volksbank-Vorstand Hans-Jörg Schaefer vor Veranstaltungsbeginn überreichte.

"Damit ist der Ausbau von weiteren 350 Metern gesichert", stellte Weber unter dem Beifall der 40 Anwesenden fest. Weitere Spenden-Zusagen habe man sowohl schriftlich als auch mündlich. All das reiche aber immer noch nicht aus, um den geschätzten Eigenanteil von 425 000 Euro stemmen zu können.

Diese Summe muss der Förderverein aufbringen, damit die Stadt den späteren Rad- und Wanderweg von der Bahn erwerben kann. Zuvor müsse man "mit der entscheidenden Arbeit" beginnen, so Weber. Alle Mitglieder seien dazu aufgerufen, sich an den Rodungsarbeiten zu beteiligen. Ferner brauche man Freiwillige, die Planung und Bauleitung übernähmen. Sobald der Kaufvertrag zwischen Stadt und Bahn unter Dach sei, brauche man "hemmungs- und schamlose Aktive, die Klinken putzen", forderte der Vorsitzende.

Ehe der Förderantrag auf Zuschuss bei der Bezirksregierung Köln gestellt werden könne, benötige man so viel Geld wie möglich. Im Laufe des Abends überlegte man gemeinsam, wie das gelingen könne. Ein Mann hatte die Idee, von jedem Mitglied weitere Spenden zu kassieren.

Die Versammlung endete mit einem Referat von Achim Bartoschek über "Die Balkantrasse – Teil des Bergischen Panoramaradweges".

(RP/rl)
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