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Postskriptum
Konsequenter Einsatz gegen Einbrecher bringt Erfolg

Leverkusen. Die Nachrichten aus dem Polizeipräsidium vor wenigen Tagen ließen aufhorchen: 67 Prozent weniger Einbrüche im Vier-Monats-Vergleich zum Vorjahr sind ein beachtlicher Erfolg für Polizeipräsident Jürgen Mathies und seine Mannschaft. Auch wenn noch nicht absehbar ist, ob sich diese erste positive Bilanz im Jahresvergleich fortsetzen wird, die Zahlen zeigen, dass konsequente Polizeiarbeit Wirkung zeigt. Eine solche Konsequenz hat der Kölner Polizeipräsident, der auch für Leverkusen zuständig ist, von Anfang an gezeigt, als er seinen glücklosen Vorgänger nach den desaströsen Ereignissen der Silvesternacht 2015 ablöste. Ein Jahr nach dem Kölner Debakel zeigten er und seine Mitstreiter klare Kante und sorgten dafür, dass es am Kölner Hauptbahnhof und auf der Domplatte weitgehend ruhig blieb. Von Bernd Bussang

Nun deutet sich ein weiteres Kriminalitätsfeld an, das beruhigt werden könnte: der Wohnungseinbruch. Die sehr guten Zahlen der ersten vier Monate 2017 lassen hoffen. Kürzlich lobte Mathies anlässlich der Festnahme eines Trios serbischer Asylbewerber ausdrücklich die Zusammenarbeit mit Staatsanwaltschaft und Justiz. Die drei jungen Männer, die für 23 Taten verantwortlich gemacht werden, sitzen in Haft. Noch. Die Ermittlungen gegen sie wurden jetzt gegen weitere Verdächtige ausgeweitet und laufen auf Hochtouren. Die Polizei macht ihre Arbeit. Dann ist die Justiz gefragt. Konsequentes Vorgehen gegen Straftäter schreckt ab und schafft neues Vertrauen bei den Bürgern. Erste wichtige Schritte haben Mathies und sein Team gemacht, doch der Weg ist noch weit.

Die intensiven Bemühungen der Polizei verdienen jede Unterstützung der Bürger. Das hat etwa der Schlebuscher Einbruchsfall gezeigt, als eine aufmerksame Zeugin über Notruf die Helfer alarmierte, die drei Minuten später am Tatort waren. Auf diese Weise wurde die Festnahme mutmaßlicher Serien-Einbrecher möglich. Keinesfalls darf zugelassen werden, dass Ordnungs- und Rettungskräfte, wie schon so oft geschehen, bei ihren Einsätzen behindert oder gar angegriffen werden. Auf dem Kölner Ebertplatz musste sich kürzlich ein Polizist mit einem Warnschuss den Weg frei machen, nachdem er dort ein Drogendepot ausgehoben hatte und von schwarzafrikanischen Dealern bedrohlich umringt wurde. Polizisten machen schwere Jobs. Damit sie sie gut machen können, brauchen sie Vertrauen und unsere Hilfe.

Quelle: RP
 
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