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Leverkusen
Kreis setzt auf familienfreundliche Firmen

Leverkusen. Für Unternehmen, in denen Familie und Beruf besser vereinbart werden sollen, gibt es Beratungen.

Die Liste der guten Argumente sei lang: Fehlzeiten- und Krankheitsquote der Mitarbeiter seien deutlich geringer, Motivation und Produktivität der Beschäftigten dagegen weitaus höher. Zudem lasse sich das eigene Image steigern, was sich wiederum sehr positiv auf die Suche nach Fachkräften auswirken könne. Alles dies seien erfreuliche "Nebenwirkungen", die bei Unternehmen eintreten können, die sich der "Familienfreundlichkeit" verschrieben haben.

Diesem Thema widmete sich die Rheinisch-Bergische Wirtschaftsförderungsgesellschaft (RBW) bei ihrem Wirtschaftsforum im Kardinal Schulte Haus in Bergisch Gladbach. Man sei im Kreis auf einem guten Weg. "Aber wir müssen das Thema noch mehr in das Bewusstsein rücken", sagte Geschäftsführer Volker Suermann. Seine RBW bietet Unternehmen, die nach Mitteln und Wegen suchen, damit ihre Beschäftigten Familie und Beruf besser vereinbaren können, Unterstützung und Beratungen an.

Die Palette der Möglichkeiten ist breit gefächert, reicht vom firmeneigenen Betriebskindergarten bis zur Teilzeitstelle zum Wiedereinstieg. Einen Königsweg gebe es dabei nicht. In den meisten Unternehmen führten individuelle Lösungen zum Erfolg. Auch Landrat Hermann-Josef Tebroke setzte sich für das Thema ein und warb für einen familienfreundlichen Kreis. Zwar zeichne sich dieser bereits durch eine gute Betreuungsquote und eine hohe Lebensqualität für Familien aus. Aber es sei sehr zu begrüßen, wenn sich Unternehmen in zunehmendem Maße vernetzen, um weitere familienfreundliche Angebote zu schaffen, sagte Tebroke.

Wichtig sei dabei, merkte Oliver Schmitz, Geschäftsführer der berufundfamilie Service GmbH an, das Thema in der Führungsebene zu verankern, "damit es nicht bei Lippenbekenntnissen bleibt". Wenn Angebote greifen, dann ließen sich - neben Fehlzeiten oder Produktivität - weitere positive Effekte erzielen; zum Beispiel könnten Mütter nach der Geburt ihres Kindes früher wieder in ihren Job einsteigen.

Beratung Interessenten melden sich bei Bianca Degiorgio: Tel. 02204 9763-21, E-Mail: degiorgio@rbw.de.

(rz)
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