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Leverkusen
Kreisel soll zweiten Bypass erhalten

Leverkusen: Kreisel soll zweiten Bypass erhalten
Der derzeitige Kreisverkehr an Rennbaumstraße, Stauffenbergstraße und Dechant-Krey-Straße reicht nicht aus, um den morgendlichen Berufsverkehr ohne längere Staus aufzunehmen. Der bestehende Bypass von Stauffenbergstraße zur östlichen Rennbaumstraße hat sich nachmittags bereits bewährt. FOTO: Ralph Matzerath
Leverkusen. Dadurch soll der morgendliche Rückstau an der Stauffenbergstraße bis zur Burscheider Straße verringert werden. Von Susanne Genath

Die Verkehrssituation an der Kreuzung von Rennbaumstraße, Stauffenbergstraße und Dechant-Krey-Straße beschäftigt Verkehrsplaner und Stadtteilpolitiker schon lange. Der dortige einspurige Kreisverkehr reicht seit Jahren nicht mehr aus, den morgendlichen Berufsverkehr (rund 2160 Fahrzeuge) aufzunehmen. Regelmäßig bilden sich Rückstaus bis weit in die Burscheider Straße hinein. Die Stadtverwaltung will deshalb einen zusätzlichen Bypass zwischen der Stauffenbergstraße und der östlichen Rennbaumstraße einbauen. Denn der bereits vorhandene Bypass zwischen der westlichen Rennbaumstraße und der Stauffenbergstraße sorge erfolgreich dafür, dass es nachmittags zu keinen größeren Staus komme, obwohl der Kreisverkehr da sogar stärker beansprucht werde (nämlich von rund 2680 Fahrzeugen) als morgens.

Während sich die CDU im Bauausschuss noch vehement gegen diesen Vorschlag gewandt und eine Vertagung des Themas beantragt hatte, ist sie nach einem Ortstermin nun anderer Meinung. Man habe sich jetzt dazu entschlossen, der Vorlage zuzustimmen - mit wichtigen Ergänzungen, berichtet Paul Hebbel. "Die Ergänzungen beinhalten beispielsweise die Öffnung der Gerichtsstraße in eine Richtung sowie zusätzliche Bypässe am Nordkreisel."

Denn die Veränderung eines Verkehrsknotenpunkts - das hatten Planer den Politikern im Bauausschuss erklärt - habe stets Auswirkungen auf die benachbarten Knotenpunkte. In Opladen sind dies vor allem die Kreuzung von Rat-Deycks-Straße und Freiherr-vom-Stein-Straße (Rennbaumplatz) sowie die Kreuzung von Freiherr-vom-Stein-Straße und Lützenkirchener Straße (Nordkreisel).

Einen zweispurigen Ausbau des Kreisels Stauffenbergstraße hatte die Stadt aufgrund einer Verkehrsuntersuchung verworfen. Er würde demzufolge den Stau von der Burscheider Straße nur zum Knoten Rennbaumplatz verlagern. Dasselbe gelte für den Vorschlag eines "Turbokreisels" nach holländischem Vorbild. Letzterer hätte zusätzlich den Nachteil, dass er keine Fahrrad- und Fußgängerquerungen vorsehe.

Die Stadtverwaltung will den Umbau des Keisverkehrs Stauffenbergstraße bereits in das Arbeitsprogramm 2017/2018 aufnehmen. Insgesamt ist der Endausbau mit einer Million Euro veranschlagt, verteilt über mehrere Jahre. Der Durchmesser des Kreisels beträgt 30 Meter. Die "Dosierungsanlage", die an der Zufahrt Stauffenbergstraße installiert ist und über eine "Rot"- oder "Dunkel"-Schaltung die Zufahrt in den Kreisverkehr reguliert, soll zudem optimiert werden, um die Leistungsfähigkeit des Kreisverkehrs in der Morgenspitze zu verbessern.

Der Stadtrat entscheidet darüber am Montag, 16. Oktober.

Quelle: RP
 
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