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Kriminalitätsstatistik für Leverkusen
Zahl der Einbrüche steigt um 18 Prozent

So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern
So schützen Sie Ihr Haus vor Einbrechern FOTO: dpa, Robert Schlesinger
Köln/Leverkusen. Polizeipräsident Jürgen Mathies hat am Montag die Kriminalstatistik für Leverkusen und Köln für das Jahr 2015 vorgestellt. Die Gesamtzahl der Straftaten ist gesunken. Die hohen Werte bei den Auto- und Wohnungseinbrüchen bereiten der Polizei Sorgen. Von Sebastian Fuhrmann

Die guten Nachrichten gab es gleich vorneweg: Die Zahl der Straftaten im Bereich des Polizeipräsidiums Köln ist im vergangenen Jahr um 1,41 Prozent auf 169.468 Fälle gesunken. In Leverkusen sank die Zahl der Fälle sogar um 5,6 Prozent auf 13.958 gegenüber 14.786 im Vorjahr. Behördenweit wurden 43,3 Prozent aller Fälle aufgeklärt, in Leverkusen waren es 46,6. "Dennoch wollen und können wir uns mit diesen Zahlen nicht zufriedengeben", sagte Polizeipräsident Jürgen Mathies.

Denn: Andere Statistiken machen weniger Mut. Die Zahl der Wohnungseinbrüche in Leverkusen ist im vergangenen Jahr drastisch gestiegen. 609 waren es im Jahr 2014, im zurückliegenden 115 mehr. Das macht einen Anstieg von 18 Prozent. Die Polizei tat sich in der Vergangenheit schwer damit, das Problem in den Griff zu bekommen.

Statistiken zur Kriminalität in NRW FOTO: Ferl

Mut darf den Leverkusenern nun das machen, was der Kölner Polizeipräsident bei der Vorstellung der Kriminalstatistik für das vergangene Jahr am Montag erläuterte. "Wohnungseinbrüche werden im kommenden Jahr in Leverkusen unser großes Thema sein", sagte er. Im April soll die erste Sicherheitskonferenz für Leverkusen stattfinden, an der auch Oberbürgermeister Uwe Richrath beteiligt sein wird. "Ich bin froh, dass ich so starke Partner an meiner Seite habe", sagte Mathies, der im Kampf gegen Kriminalität auf zwei Eckpfeiler setzt: starke Präventionsarbeit und eine starke Vernetzung der Polizei mit anderen Akteuren. "Die Polizei kann das nicht alleine schaffen", betonte Mathies.

Neben der gestiegenen Zahl von Wohnungseinbrüchen, für die neben Banden aus Serbien und Bosnien und Herzegowina vermehrt auch Täter aus Marokko verantwortlich seien, bereitete der Polizei in Leverkusen auch die Zunahme bei den Diebstählen aus Fahrzeugen Sorge. 2014 registrierte die Polizei 854 Fälle, im Jahr darauf 1.032. "Der Anstieg ist erheblich", sagte Norbert Wagner, der Leiter der Direktion Kriminalität bei der Polizei Köln. Vor allem der Diebstahl von fest verbauten Navigationsgeräten habe wieder zugenommen, nachdem es zunächst ruhiger geworden war. Im gesamten Polizeibereich Köln/Leverkusen seien Banden aus Litauen unterwegs gewesen.

Das bedeuten die Gaunerzinken FOTO: RPO

"Fahrzeuge sind keine Tresore", sagte Wagner mit Blick auf das Verhalten vieler, die wertvolle Gegenstände in ihren Fahrzeugen liegen ließen. Allein 600 Diebstähle aus Handwerkerfahrzeugen registrierte die Polizei im vergangenen Jahr. Bohrwerkzeuge stünden bei den Banden hoch im Kurs. Auch in Köln gab es mehr Diebstähle aus Fahrzeugen. 2014 waren es 11.211 – für 2015 nennt die Behörde 12.154.

Wichtige Statistiken im Überblick

Tötungsdelikte Die Zahl der Tötungsdelikte ist um fast 50 Prozent gestiegen. 2015 registrierte die Polizei in Köln und Leverkusen 15 vollendete und 28 versuchte Tötungsdelikte. "In den meisten Fällen standen die Beteiligten in einer Beziehung zueinander", berichtete Norbert Wagner.

Taschendiebstahl In Köln ist die Zahl der Taschendiebstähle von mehr als 14.000 Fällen 2014 auf 12.860 Fälle gesunken. In Leverkusen stieg der Wert von 443 auf 490 Fälle. "Weil wir an den Schwerpunkten wie am Dom besonders gegen Taschendiebe vorgehen, gibt es Verdrängungseffekte. In Leverkusen ist die Zahl der Delikte pro Kopf dennoch teils deutlich geringer als in Köln", erläuterte Wagner.

Sexualdelikte Die Zahl der Sexualdelikte ist in Köln und Leverkusen gesunken. In Köln von 199 auf 196 (die Vorfälle aus der Neujahrsnacht sind in der Kriminalstatistik 2015 nicht enthalten), in Leverkusen von 33 Taten 2014 auf nun 17 Taten. "Wir rechnen schon jetzt damit, dass die Werte wegen der durch Silvester erhöhten Sensibilität der Bevölkerung im kommenden Jahr steigen werden", sagte Wagner.

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