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Leverkusen
Kritik an Bauprojekten in Hitdorf

Leverkusen. Das geplante Bauprojekt eines Investors im Osten Hitdorfs an der Hitdorfer Straße und der nördlichen Flurstraße sorgt bei den Bewohnern des Rhein-Stadtteils für Skepsis. Bei einer Versammlung in der Aula der Stephanusschule wurde Kritik bezüglich des Verkehrsaufkommens, des Kindergarten- und Schulmangels sowie eines Mangels an öffentlichen Parkplätzen laut. Von Tobias Brücker

Bereits 2005 wurde der Bereich im Flächennutzungsplan gekennzeichnet. Nun also sind zwei Varianten grob ausgearbeitet.

Größtenteils handelt es sich dabei um Einfamilienhäuser mit zwei Etagen, in die Familien mit Kindern einziehen sollen. Zudem sind kleinere Geschossbauten geplant, die drei, eventuell vier Etagen beinhalten, berichtete Maren Wichardt vom zuständigen Planungsbüro ISR. Demnach sollen bei der ersten Variante 72 Einfamilien- und 55 Mehrfamilieneinheiten umgesetzt werden, Plan Nummer zwei sieht 64 Einfamilienhäuser und 95 Geschosswohnungen vor. Letztere sollen größtenteils am Kreisverkehr errichtet werden.

Dort wird auch der Hauptzufahrtsweg eingerichtet, eine weitere Ausfahrt soll sich Richtung Grünstraße befinden. Das ist laut der Planer nötig, weil nur ein Hauptweg durch etwaige Probleme verstopft werden könnte. "80 Prozent des Verkehrs fließt Richtung Autobahn ab, berührt Hitdorf also gar nicht", betonte Verkehrsplaner Peter Gwiasga. Auf die Grünstraße komme jedoch eine Erhöhung von rund 20 Prozent zu. Das sind rund 135 Pkw mehr.

Im Stadtteilkern liege das erhöhte Verkehrsaufkommen bei unter einem Prozent. Und genau diesen Umstand konnten viele der rund 144 Anwesenden nicht glauben. Die Grünstraße sei "schon heute ständig verstopft", meldet sich ein Mann zu Wort. Ein anderer betont: "Hitdorf ist in den letzten Jahren stark gewachsen, jedes Mal wird behauptet, das habe keinen großen Einfluss auf den Verkehr. Das kann der Ort nicht vertragen." Zudem seien die Häuser für Familien angedacht, die ihre Kinder in die Schulen im Stadtkern brächten - so flössen keine 80 Prozent ab.

Dass durch die zugezogenen Familien die Plätze an Schulen und Kindergärten zudem noch knapper würden, bemängelt eine Frau. Viele dieser Kritiken und Anregungen nahmen die Verantwortlichen der Stadt auf, gelobten, dies alles nochmals zu prüfen.

Doch es gab auch positive Stimmen: "Im Vorfeld sind immer alle skeptisch, am Ende sind alle irgendwie zufrieden. Viele wollen hier wohnen, unser Stadtteil ist sehr beliebt. Das kann man auch positiv sehen", sagte eine andere Frau.

Quelle: RP
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