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Leverkusen
Kritik an Sparkassenaufsicht wegen Herpolsheimer-Bonus

Leverkusen. Die üppige Bonuszahlung von offenbar mehr als 100.000 Euro für den ehemaligen Leverkusener Sparkassenchef Manfred Herpolsheimer im Jahr 2014 löst zunehmend Kritik am Verhalten des Sparkassen- Verwaltungsrates aus. Von Peter Clement

Der Frankfurter "Bankenprofessor" Ralf Jasny hatte bereits in der vergangenen Woche kritisiert, Vergütungen wie im Fall Herpolsheimers noch einmal satt zusätzlich über die Empfehlungen des eigenen Sparkassenverbandes aufzustocken, entbehre jeder Grundlage. Das eigentliche Ärgernis stellten aber die - mit Politikern besetzten - Sparkassen-Verwaltungsräte dar, die als Aufsichtspersonen "solche fürstlichen Vergütungen abnicken".

Ähnliche Reaktionen kamen von einigen unserer Leser. "Bedanken wir uns als Leverkusener Bürger doch bei den Verwaltungsratsmitgliedern, die diese üppige Entlohnung für Herrn Herpolsheimer inklusive der sehr großzügigen Abfindung möglich gemacht haben", schrieb einer und fügte hinzu, ihm dränge sich "der Eindruck auf, dass alles in Friede, Freude, Eierkuchen-Stimmung abgelaufen ist".

Auch der frühere Leverkusener FDP-Chef Friedel Ferber meldete sich: "Ich bin gespannt, vor allem auf die Rechtfertigungen der Politiker. Wo blieb deren Verantwortung die sie nicht nur für das Wohl der Stadt, sondern auch gegenüber den Bürgern und Wählern von Leverkusen übernommen haben? Der Bürger hat deshalb ein Recht darauf, mehr von ihnen zu erfahren."

Quelle: RP
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